Zielgruppe 55 plus und wofür steht das „plus“?

Wie alles begann?

Im Vorfeld dieses Artikels haben wir eine interne Diskussion geführt, ob ich überhaupt schon in der Lage bin, diesen Beitrag zu verfassen. Ich gehöre gerade mal zur Zielgruppe 50 plus und jetzt soll ich mich zur nächsten Zielgruppe schon äußern?

Mein Argument, dass ich Angst habe vor dem, was auf mich zukommt in wenigen Jahren verbunden mit der Chance, vielleicht Dinge zu ändern, hat überzeugt. Stand heute möchte ich später nicht als Zielgruppe 55 plus behandelt werden…

Zielgruppe 55 plus

Zur Veranschaulichung ein paar anonymisierte Beispiele aus der Branche:

55plus_ARtikel

Als aktiver Mensch in der Zielgruppe werden mir viele Dinge auf den Leib geschrieben, die in den nächsten Jahren für mich sehr wichtig sein werden:

  • Erben und vererben
  • Bargeld-Lieferservice
  • Ruhestand vorbereiten
  • Verreisen
  • Enkelkinder versorgen
  • gut versichert sein
  • Geldvermögen ausbauen

Und meine Immobilie wird mir auch Probleme bereiten…..

55plus_immobilie

Es gibt also viele Dinge zu tun, wenn ich entspannt in die nächste Lebensphase eintreten möchte.

Und wofür steht das plus…..?

50plus 55plus_undmehr

Es macht mir Sorgen, dass ich offenkundig in die gleiche Zielgruppe wie meine Eltern und Schwiegereltern gehöre, die jeweils deutlich das 70. bzw. 80. Lebensjahr überschritten haben. Mir kommen Zweifel, ob meine Interessen nicht vielleicht doch etwas anders gelagert sein könnten?

Noch ärger ist es bei meiner Freundin, die mit 56 Jahren schon zur Zielgruppe gehört. Ihre Mutter ist 78 Jahre alt und ihre Oma hat in diesem Jahr den 100. Geburtstag gefeiert. Auch sie hat berechtigte Ängste, ob die Belange aller Beteiligten hinreichend in den vorhandenen 55plus Konzepten Berücksichtigung finden.

Vielleicht könnte man vereinfachend die Zielgruppe 18plus einführen, dann sind alle in der Familie berücksichtigt und niemand kann bei der Beratung vergessen werden.

Positionierung im Estate Planning:

Sehen Sie mir den leicht ironischen Einstieg in das Thema nach. Es ist uns wichtig, dass die Motive und Zielsetzungen von Menschen über 55 in den Blick genommen werden.

Alle genannten Angebote und wirtschaftlichen Lösungen machen Sinn, wenn Sie dem konkreten Bedarf von Menschen entsprechen.

Menschen mit einem Lebensalter von um die 55 sind gerade deshalb für Estate Planning von Interesse, weil sie sich in einer Sandwich-Position befinden. Häufig sind Kinder vorhanden und sie müssen noch für einige Zeit die Versorgung und Ausbildung der Kinder gewährleisten. Oftmals leben die Eltern noch und auf dieser Ebene müssen sich die Menschen mit Einschränkungen bis zum Pflegebedarf auseinandersetzen. Die absolut ideale Zielgruppe für ein Estate Planning, das auch die ganze Familie mit in den Blick nimmt.

Für Menschen, die bereits ein höheres Lebensalter erreicht haben, ergeben sich ganz andere, wichtige Beratungsansätze. Der Fokus liegt dann auf unterstützenden und begleitenden Konzepten, die von der Finanzdienstleistungsbranche in idealer Weise erbracht werden können.

Es lohnt sich Zeit und Gedanken auf eine differenzierte Zielgruppenstrategie zu verwenden und so wird sich die Zielgruppe 55 plus in mindestens drei Zielgruppen mit unterschiedlichen Motiven und Chancen für den Beratungsansatz aufteilen lassen.

Wir beschäftigen uns seit vielen Jahren mit Zielgruppenkonzepten und deren Auswirkungen auf den Angebots-Mix im Estate Planning.

Sprechen Sie mit uns.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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