WohlSorge trifft…Matthias Helfrich

Matthias Helfrich, MGH                                 Beratungs- und Beteiligungs-GmbH

51 Jahre alt und seit 15 Jahren als Unternehmer tätig

Verheiratet in 2. Ehe, 1 Sohn – 19 Jahre alt

Lebensmittelpunkt Berlin, weitere Standorte in Wiesbaden und München

(Das Interview mit Herrn Helfrich wurde am 04. April 2017 in Wiesbaden zu den Aspekten von Vertretungsregelungen geführt.)

 

  1. Was ist Ihnen wichtig, wenn Sie ans Älterwerden denken?

Lebensfreude, Mobilität, Kontakt zu jungen Menschen erhalten

In einer Umgebung wohnen, in der ich mich rund herum wohl fühle

 

  1. Unternehmertum bedeutet Selbstbestimmung und die Kontrolle/Macht haben. Welche drei Dinge fallen Ihnen spontan ein, wenn Sie heute einen Kontrollverlust hätten – also fremdbestimmt wären?

Ganz ehrlich: Ich will mir das gar nicht vorstellen!

Wenn dann doch: ganz wichtig wären für mich Vertrauenspersonen (Privat wie geschäftlich) in meiner Umgebung und der Umstand, dass diese Personen in meinem Sinne tätig werden können.

In meinem Sinne bedeutet in diesem Zusammenhang, dass diese Vertrauenspersonen die entsprechenden Einstiegsinformationen erhalten und Vorgaben von mir zu den Handlungsfeldern im privaten und unternehmerischen Bereich wie z.B.:

  • Risikoklasse bei Anlagen in Wertpapieren
  • Eine Reihenfolge hinsichtlich des Vermögensverzehrs meiner unterschiedlichen Investitionen in Wertpapieren, Immobilien, Beteiligungen etc.
  • Die Definition einer optimalen Versorgung für meine Ehefrau und mich für alle Lebensphasen
  1. Sie beschäftigen sich intensiv mit unterschiedlichsten Bereichen der Finanzwelt und unterschiedlichen Asset-Klassen der Anlage. Wie empfinden Sie die folgende Aussage „Um den von mir gewünschten Standard in allen Lebensphasen zu sichern, nehme ich einen Kapitalverzehr in Kauf.“?

Wird von mir zu 100% unterschrieben.

Das Delta meines Lebenseinkommens und meiner Lebensausgaben kann am Ende Null sein, wenn hierbei die bestmögliche Ausbildung für meinen Sohn und ggf. seine Start-up Finanzierung eingeschlossen ist.

  

  1. Für die überwiegende Zahl unserer Mandanten trifft folgender Wunsch zu: „Ich möchte, dass eine von mir bestimmte Person in meinem Sinne handeln kann, wenn ich nicht mehr dazu in der Lage bin“ Welche Herausforderungen im finanziell-wirtschaftlichen Bereich sehen Sie in diesem Zusammenhang für Ihre persönliche Situation?

 

Der Wunsch trifft auch bei mir zu, wobei es in meinem Fall einen Unterschied machen würde, zu welchem Zeitpunkt diese Situation einträfe.

In einem höheren Alter könnte dies eine Person/Institution auch außerhalb des Familienkreises sein, zu der eine Vertrauensbeziehung in den Jahren davor aufgebaut wurde.

Wäre dies aber bereits in naher oder mittlerer Zukunft der Fall könnte letztendlich nur mein Sohn in Verbindung mit meinen Beratern mein Geschäftsmodell der Beteiligungsfinanzierung weiter betreiben oder ggf. auch kontrolliert auslaufen lassen.

 

  1. Das Leben und Wohnen im Alter ist ein bedeutsames Thema mit Blick auf die demografische Entwicklung in Deutschland. Welches Bild haben Sie vom Leben und Wohnen im Alter? So lange wie möglich in den eigenen vier Wänden bleiben oder ist eine andere Wohnumgebung denkbar?

 

Wenn ich darauf schon einmal eine Antwort hätte! Tatsächlich ist mir aber bei der jetzigen Wohnentscheidung wichtig gewesen, die Voraussetzungen für späteres Leben im Alter schon abgebildet zu haben (Barrierefreiheit, Nähe zu Ärzten/Krankenhäusern, etc.).

Auf der anderen Seite habe ich auch heute noch überhaupt kein Problem mit Gemeinschaftsunterkünften wie Berghütten oder Jugendherbergen – von daher könnte ich mir auch ein Zimmer in einem Altersheim vorstellen.

Die letztendliche Lebensform wird wohl davon abhängen, ob man das als Ehepaar oder alleine entscheidet.

 

  1. Was wünschen Sie sich von einem Berater, der Sie in diesen Fragen begleitet und berät?

 

Ganz klar: einen Berater, der präventiv tätig ist. Und einen Berater, der das Ganze im Blick hat, also z.B. auch mich darauf hinweist, in welcher Form mein „digitaler“ Nachlass zu regeln ist.

Erschreckendes Beispiel hier ist in Freund, der vor vielen Jahren Selbstmord begangen hat und immer noch in einem beruflichen Online-Netzwerk „lebt“

 

  1. Unsere Beratung heißt WohlSorge©. Wie klingt das für Sie?

 

Das klingt sehr persönlich und vertraut.

Ich interpretiere hier „ich/wir sorge(n) für ihr Wohl“. Dieser Ansatz in Verbindung mit einer für Kunden notwendigen Bewusstseins-Schärfung dürfte in der heutigen immer komplexeren Welt zielführend sein.

Das WohlSorge©-Team sagt herzlichen DANK . Wir wünschen Ihnen und Ihrer Familie WohlSorge© für alle kommenden Lebenphasen.

(Das Interview wurde von Angelika Thiedemann geführt.)

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