Was verstehen Sie unter Vorsorge? oder „Mein Teekesselchen ist…“

Was verstehen Sie unter Vorsorge?

In jedem Beratungsgespräch  setze ich mich mit der Sichtweise meines Mandanten unter dem Aspekt „Was verstehen Sie unter Vorsorge“ auseinander. Menschen in der Vorsorgeplanung beraten zu dürfen ist eine vielschichtige, faszinierende Aufgabe und voller Überraschungen.

Bestimmt erinnern sich viele von Ihnen an das Spiel aus der Kinderzeit „Mein Teekesselchen ist…“. Das Teekesselchen ist ein Begriff, der zwei Bedeutungen hat. Da wäre zum Beispiel die Bank als Finanzdienstleistungsunternehmen und die Bank als Ruheort nach einem schönen Spaziergang bei Sonnenschein. Auf den ersten Blick der gleiche Begriff und zwei völlig unterschiedliche Bedeutungen.

Der Vorsorge-Begriff aus Kundensicht…

Den Vorsorge-Begriff aus Kundensicht transparent zu machen und zu verstehen, ist immer wieder herausfordernd und nicht digitalisierbar.

Dies erfordert die intensive Auseinandersetzung mit den Motiven des Mandanten, seinem persönlichen Umfeld, der Liquidität aller Lebensphasen und dem zur Verfügung stehenden Vermögen.

Dann ergibt sich ein Bild der konkreten, individuellen Vorsorge-Situation des Mandanten und daraus leiten sich Handlungsempfehlungen wirtschaftlich/finanzieller Natur ab.

Wenn ich in der Beratung von Vorsorge für die kommenden Lebensphasen spreche, geschieht es häufig, dass der Mandant eine Abwehrhaltung einnimmt. Hinterfragt man diese Reaktion der Menschen näher, dann stellt sich heraus, dass sie Erfahrungen gemacht haben und kritisch sind.

Sie haben die Befürchtung, dass sofort Vorsorgeprodukte im Sinne von Versicherungen zum Einsatz kommen.

Aus der Praxis…

Erst kürzlich ist es mir passiert, dass ein Mandant im ersten Gespräch die Analyse seiner Vorsorgesituation für die kommenden Lebensphasen abgelehnt hat. Er wollte nur die finanziellen Risiken eines Todesfalls kennen lernen. Im zweiten Gespräch hat er mir dann gesagt, dass ich ihn missverstanden habe.

Er möchte sehr wohl alle finanziellen Risiken der Vorsorge betrachten – also für alle Lebensphasen und den Todesfall inklusive Hinterbliebenenversorgung.

Er möchte aber auf keinen Fall sofort eine Versicherung als Lösungsvorschlag auf den Tisch bekommen.

„Mein Teekesselchen ist…?“

Was bedeutet Vorsorge aus Kundensicht?

Ist es an der Zeit, dass die Finanzdienstleistungsbranche wie ein namhafter Autohersteller das Umparken im Kopf beginnt?

Vorsorgeplanung ist das Kerngeschäft der Finanzdienstleistungsbranche und eine wichtige und ehrenvolle Aufgabe, wenn sie aus Kundensicht und als dauerhafter Prozess erfolgt.

Es gilt also das „Teekesselchen Vorsorge“ mit neuen Leben zu füllen.

Dann ergeben sich sinnvolle Produktlösungen, denen der Kunde gerne folgt, weil er sie versteht und sie sein individuelles Problem lösen.

Konkret heißt das dann:

Komplementäres Vorsorge & Nachfolge Management  =

Win-Win-Lösungen für Mandanten und Finanzdienstleister

 

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