WohlSorge trifft! …Ihre Kunden…

WohlSorge trifft! …Ihre Kunden

Das  Interview wurde in Form einer Befragung in der Innenstadt von München geführt. Im Vorfeld haben wir uns lange mit der Formulierung der „richtigen“ Fragen beschäftigt. Wir haben vier Fragen ausgewählt. Das Ziel war, dass wir in Erfahrung bringen, ob die Menschen rund um das Thema WohlSorge (Vorsorge- und Nachfolgeplanung) Beratung wünschen und welche Erwartungshaltungen sie haben.

Es ist eine spannende Erfahrung fremde Menschen auf der Straße anzusprechen und ihre Reaktionen zu erleben. Wir können nur sagen, dass sich der Zeitaufwand von rund 6-7 Stunden für uns gelohnt hat. Die Offenheit und Bereitschaft hat uns erstaunt.

Die 40 Interviewpartner waren zwischen 50 und 70 Jahre alt.

Im Antwortteil lesen Sie zunächst wörtliche Antworten einzelner Interviewpartner, im Anschluss die am häufigsten genannten Begriffe und dann ein kurzes Statement zu unseren persönlichen Eindrücken.

Frage 1:

Was ist Ihnen wichtig, wenn Sie ans Älterwerden denken?

  • …dass ich mir dasselbe erlauben kann wie zuvor
  • …dass es mir finanziell und gesundheitlich gut geht
  • …dass ich mein Level, meinen Lebensstandard halten kann
  • …dass ich finanzielle Sicherheit habe für meine Familie und mich
  • …für mich ist das der Unterschied zwischen alter Mann und alter Herr… und ich möchte später ein alter Herr werden!
  • …jetzt merke ich, dass ich älter werden und beginne mir Gedanken zu machen. Was wird im Alter sein, wie werde ich dann leben?
  • …DAS GUTE LEBEN

gute Versorgung – Sicherheit (finanzielle Sicherheit) – Gesundheit

Eine gute Versorgung, finanzielle Sicherheit und Gesundheit beschäftigt alle Befragten gleichermaßen. Die Antworten auf diese Frage waren alle kurz und prägnant. Die Befragten hatten eine schnelle und konkrete Vorstellung davon, was Ihnen im Alter wichtig ist.

 

Frage 2

Wie haben Sie für die Fälle Krankheit, Alter, Pflege und Tod Vorsorge getroffen?

  • ich habe, was der Mensch so hat an Lebensversicherungen, zahle in die staatlichen Rentensysteme und eine betriebliche Rente ein
  • ich mache gerade mal Inventur und habe keine Überblick, ich weiß nicht, ob es reichen wird…
  • ich habe schon geerbt von meinem Vater und dieses Depot soll später meine Tochter bekommen. Ein Testament habe ich gemacht, aber für das Depot habe ich nichts geregelt. Das ist einfach bei der Bank…
  • wir haben zwei Häuser gebaut für unsere Söhne. Die sind aber weggezogen. Vielleicht verkaufen wir die Häuser, verkleinern uns und gehen an einen Ort, wo wir eine gute Lebensqualität haben…
  • …ich bin gut vernetzt und gut umsorgt. Meine Gedanken für die endliche und gesundheitliche Vorsorge habe ich im Kopf. Die Gedanken sind da, aber der Schritt der Umsetzung fällt mir schwer…
  • ich habe Lebensversicherungen und zahle in andere Systeme wie Krankenkasse etc ein. Das Testament ist noch nicht geregelt. Das ist ein heisses Eisen…
  • ich habe alles geregelt, aber das Thema Pflege ist komplett offen…

Lebensversicherung – staatliche Rente – betriebliche Rente – Krankenversicherung – Pflegeversicherung – endliche Vorsorge – gesundheitliche Vorsorge – Inventur machen – Testament – Kinder unterstützen – gute Lebensqualität – Wohnsituation verkleinern

Vorsorge ist ein weiter Begriff und jeder verbindet damit andere Dinge. Die Bandbreite geht von der Krankenversicherung bis hin zu Regelungen für den Vertretungs- und Todesfall. Es überwiegen eindeutig die finanziell-wirtschaftlichen Aspekte von Vorsorgeregelungen und die Fürsorge für das persönliche Umfeld (Familie). Alle Menschen sind in der Phase der Inventur für unterschiedliche Lebensphasen und ein Gesamtüberblick fehlt.

Frage 3:

Hätten Sie gerne einen Berater, der Sie in diesen Dingen begleitet und berät?

  • professionelle Hilfe in diesem Bereich ist ein Muss…
  • ich habe mich schon zu Vorträgen angemeldet, die waren aber überfüllt und ich kam gar nicht zum Zuge
  • ich denke mal, dass es in meiner Situation keine Streitereien im Todesfall geben wird. Das hoffe ich…
  • ich muss demjenigen vertrauen. Denn wenn einer kommt und etwas anbietet, dann will er etwas verkaufen…
  • die Chemie muss stimmen
  • es sollte neutral sein und nicht nur im Firmeninteresse
  • ich muss dem Berater vertrauen können

Beratung JA – Vertrauen – Neutralität – Chemie – nicht nur im Firmeninteresse – meine Bedürfnissen müssen im Mittelpunkt stehen

Der Wunsch nach einem Berater, der in diesen Dingen begleitet ist durchgängig vorhanden. Sachverstand, Neutralität und intensive Widmung mit dem Individuum werden eingefordert.

Frage 4:

Welche Erwartungen haben Sie an einen Berater?

  • er soll mir Richtlinien aufzeigen, was ich beachten muss und dann kann ich mich zu Hause hinsetzen und daran arbeiten
  • es ist eine intensive Widmung erforderlich
  • ich habe Erfahrungen gemacht mit Beratern und bin kritisch
  • er muss meinen Lebensstil kennen
  • er darf nicht nur hinter dem Schreibtisch sitzen und Bücher lesen sondern muss zu den Menschen hingehen … sich in Menschen hineinversetzen
  • fachliche Kompetenz, Lebenserfahrung
  • er sollte breit aufgestellt sein in seinem Wissen
  • ich will keine 08/15 Angebote
  • Wärme, Sympathie, Bodenständigkeit
  • ich will ein Maßkonzept
  • er soll Alternativen aufzeigen 
  • ich möchte unabhängige Beratung
  • es muss auf das Individuum bezogen sein
  • eine klare Sprache und Aussage zu den Kosten der Beratung
  • derjenige muss vertrauenswürdig sein
  • ich traue nicht nur einem Berater, mir ist das Vier-Augen-Prinzip lieber – immer mehrere fragen
  • in diesen Fragen gehe ich für das Testament zum Anwalt und in Sachen Geld und Vermögen zu einer Bank

fachliche Kompetenz – Wärme – Sympathie – intensive Widmung – Neutralität – unabhängige Beratung -individuelle Beratung – nicht nur auf eine Meinung vertrauen – Kosten – Maßkonzept

Die Befragten wünschen eine zweite Meinung und die Betrachtung aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Die Zielgruppe hat Erfahrungen gemacht und ist kritisch

Unser Fazit:

WohlSorge-Beratung bietet alles, um den Bedarf der Menschen zu decken.

Der Mensch steht als Individuum mit seinem Umfeld im Mittelpunkt, die finanziell-wirtschaftliche Vorsorge ist die Basis für passgenaue rechtliche Instrumente (Testamente, Vertretungsregelungen). Finanziell-wirtschaftliche Instrumente sind auf rechtliche Instrumente abgestimmt. Der Mandant bekommt unterschiedliche Blickwinkel auf seine Situation – Multiperspektivität ist im Netzwerk mit Berufsträgern (Rechtsanwälte, Steuerberater) selbstverständlich.

Die Antworten der Menschen sind eine Einladung an die Finanzdienstleistungsbranche, diese wertvolle und wichtige Aufgabe zu übernehmen.

Die Basis der Beratung ist die Konkretisierung der Motive, eine echte und valide Inventur der Lebenssituation und die Betrachtung aller Lebensphasen unter Berücksichtigung von Lebensrisiken und Todesfall.

Aktuell trifft keiner der Befragten auf ein Umfeld oder einen Berater, der diese Aspekte umfassend beleuchtet. Die Menschen suchen Beratung….

Warum beschäftigen sich dann so viele Anbieter in diesem Bereich überwiegend mit den rechtlichen Aspekten der Beratung?

Wenn die finanziell-wirtschaftliche Vorsorge die Basis für die Auswahl und Ausgestaltung der rechtlichen Vorsorge ist, dann sollte heute der Start für eine neue Vorgehensweise beginnen…

Den Film über diese Interviews setzen wir in unseren Ausbildungsgängen ein.

Das GeNe Estate Planner Studium bereitet Sie und/oder Ihre Mitarbeiter perfekt auf dieses anspruchsvolle und hochaktuelle Beratungsthema vor. Die GeNe Beratungsinstrumente versetzen Sie in die Lage, die Kundenwünsche zu befriedigen. Durch die Fokussierung auf die Kundenbedürfnisse und die finanziellen und wirtschaftlichen Aspekte, ist der wirtschaftliche Erfolg vorprogrammiert.

Wann beginnen Sie mit der WohlSorge für Ihre Kunden?

 

 

Leben und Wohnen im Alter-die 4.Säule

Die Serie der Süddeutschen Zeitung „Unsere Zukunft,unsere Rente“ beschäftigt sich im  Artikel  vom 15.09.2016 mit der Thematik Zeitkonten. Brauchen wir das Fureai-Kippu-System (Pflegebeziehungs-Ticket aus Japan)? Es ist ein Zeitbankensystem für Pflegedienstleistungen. Wer in Japan Hilfe ohne Gegenleistung annimmt, verliert traditionell sein Gesicht. Mit diesem Zeitkonto können die Menschen die Leistungen von Versicherungen ergänzen.

Die Idee der Zeitbanken wurde hierzulande vielfach als die vierte Säule der Altersvorsorge propagiert. Es geht um das Leben und Wohnen im Alter.

Das Prinzip ist relativ einfach und funktioniert wie folgt:

Menschen unterstützen ehrenamtlich andere, die Hilfe brauchen in ihrem Alltag. Das können unterschiedlichste Dienstleistungen sein wie z.B. Einkäufe erledigen, Begleitung zum Arzt, Hilfe bei der Gartenarbeit,etc..

Die investierte Zeit wird auf einem Zeitkonto gutgeschrieben und kann später bei eigener Hilfsbedürftigkeit z.B. im Alter bei der jeweiligen Vereinigung abgerufen werden.

So sind mittlerweile viele Vereinigungen entstanden, die zum Teil oder ganz diesem Prinzip folgen in Form von Nachbarschaftshilfe oder Seniorengenossenschaften. Die Unterstützung führt dazu, dass gesellschaftliche Lücken geschlossen werden. Kinder leben nicht mehr in der Nähe der Eltern, gute Freunde altern und sind nicht zur Hilfe in der Lage. Bundesweit gibt es laut dem Artikel derzeit rund 220 Initiativen. In einigen Fällen kann die Leistung gegen Honorar beansprucht werden, wenn zuvor keine Guthaben angespart wurden auf dem Zeitkonto.

 

Leben und Wohnen im Alter

Wenn es um das Thema „Leben und Wohnen im Alter“ im Rahmen einer WohlSorge-Beratung geht, ist ein häufiger Wunsch:

„Ich möchte so lange wie möglich in den eigenen vier Wänden bleiben“ 

Dieser Wunsch beinhaltet finanziell-wirtschaftliche Aspekte, um die Versorgung in den einigen vier Wänden optimal zu gestalten, die wir bereits in einem früheren Artikel beleuchtet haben:

Häusliche Pflege und die Folgekosten

Dieser Wunsch beinhaltet emotionale Dimensionen, die den Menschen mit seinen persönlichen Motiven und Wünschen in den Blick nimmt.

Zeit, Unterstützung, menschlicher Kontakt und Nähe sind mit den benannten Initiativen oder professionellen Dienstleistern gut zu verwirklichen.

Bei unseren Beratungen greifen wir auf entsprechende Partner und Initiativen aus unserem Netzwerk zurück. Wir sichern damit in der Beratung die gute Versorgung für den Menschen im Mittelpunkt in allen Lebensphasen. Dies muss entsprechend in Vertretungsregelungen für die Phase der Fremdsorge eingebettet sein.

Der Verbleib in den eigenen vier Wänden wird im Pflegestärkungsgesetz intensiv gestützt, das zum 01.01.2017 Wirksamkeit erlangt. Dazu braucht es vielfältige Unterstützungsleistungen im eigenen Quartier – also dort, wo man leben möchte.

Ich verweise hierzu auf unsere Interview-Serie WohlSorge trifft! 

WohlSorge ist persönlich!

Erweitern Sie Ihr Netzwerk, um WohlSorge optimal für Kunden zu gestalten.

 

 

 

WohlSorge trifft! …Frank Kadereit (EVIM-ALTENHILFE)

WohlSorge trifft…

Frank Kadereit, Geschäftsführer Altenhilfe GmbH,

EVIM (Evangelischer Verein für Innere Mission in Nassau)

Das Interview wurde am 01. September 2016

von Angelika Thiedemann geführt.

Wir freuen uns, dass heute unsere Interview-Reihe für den WohlSorge-Blog startet. In den nächsten Monaten werden wir Ihnen Interview-Partner vorstellen, die uns unterschiedliche Blickwinkel auf unsere Beratung eröffnen.

Wie viele Menschen werden bei EVIM gepflegt und wie viele Pflegekräfte sind für diese Aufgabe verantwortlich?

EVIM-Altenhilfe beschäftigt knapp 1.000 Menschen als Pflegekräfte.

In der Altenhilfe werden 1.200 Menschen in stationärer Pflege betreut, 100 Menschen in ambulanter, palliativer Versorgung und weitere 250 Menschen im Bereich Service-Wohnen.

„Ich möchte meinen Angehörigen nicht zur Last fallen“ ist ein häufiger Wunsch unserer Mandanten in der WohlSorge-Beratung. Wie erleben Sie diese Aussage im Umfeld Ihrer Pflegeheime?

Der Wunsch „nicht zur Last“ fallen, muss differenziert betrachtet werden. Die Bewohner unserer Einrichtungen sind im Lebensalter von 75-80 Jahren oder älter. Sie möchten Ihre Kinder nicht finanziell belasten mit den Kosten der Pflege. In den Pflegestufen II und III entstehen schnell Kosten in Höhe von mehreren tausend Euro im Jahr als Eigenleistung.

Das Umfeld verändert sich und soziale Bezüge lassen nach. Es ist wichtig, dass soziale Kontakte aufrecht erhalten werden. Ein Anspruch, dass die Kinder oder Freunde sich häufiger melden könnten ist da und somit auch eine Erwartungshaltung. Ärzte, Therapeuten und Pfleger können nicht die gleiche soziale Tiefe wie die eigene Familie oder der Freundeskreis erreichen. Die neuen Kontakte sind nicht selbst gewählt und es ist eine Aufgabenstellung an die Einrichtung, freiwillige Kontakte zu ermöglichen.

Vor diese Aufgabe sehen sich auch Angehörige gestellt, die selber weit entfernt von den Eltern wohnen und hier auf professionelle Unterstützung angewiesen sind.

„Ich möchte so lange wie möglich in den eigenen vier Wänden bleiben“ wählen viele Mandanten im Beratungsumfeld. Was bedeutet das für die Realität heute in den Pflege-Einrichtungen?

Die Zukunft der Pflege liegt wohl eher nicht in den Pflegeheimen. Es gibt andere, alternative Modelle, die es Menschen ermöglichen so lange wie möglich im eigenen Umfeld zu bleiben.

Das ist eine Abwägung von Interessen, wenn sich Menschen mit dem Thema „Leben und Wohnen im Alter“ beschäftigen und entscheiden, wofür sie ihre  finanziellen Mittel (Liquidität und Vermögen) einsetzen.

Es wird in Zukunft sicher mehr Angebote dazu geben. Das ist ein wichtiger Punkt, der zu entscheiden ist, wenn die eigene Immobilie zu Gunsten z.B. einer barrierefreien Einheit veräußert wird.

Das Bielefelder Modell ist ein spannender Ansatz.

Näheres können Sie in diesem Presseartikel entnehmen.

Bielefelder Modell-Pressemeldung

„Ich kann mir vorstellen, meinen Lebensabend in einer anderen Wohnumgebung zu verbringen“ folgt der Erkenntnis, dass ab einem bestimmten Pflegezustand die häusliche Pflege nicht mehr der richtige Weg ist. Wie viele der Menschen, die zu einem späten Zeitpunkt in Ihre Pflege-Einrichtungen kommen, können diesen Weg noch selbstbestimmt wählen?

Die Menschen heute in unseren Einrichtungen sind bei Einzug stärker pflegebedürftig als vor 15 Jahren. Sie sind in ihrer Alltagskompetenz viel eingeschränkter. Hinzu kommt das Gefühl der Ohnmacht…“Ich weißt nicht mehr und kann nichts mehr entscheiden“

Der Eigenanteil für die Pflegekosten steigt mit höherer Pflegebedürftigkeit. Einher damit geht häufig auch ein „Ringen um das Erbe“, das geht oft so weit, dass die Nachkommen die Einstufung in eine höhere Pflegestufe vermeiden wollen, um den Eigenanteil in Grenzen zu halten.

Die Mortalitätsquote in der Pflegestufe III ist hoch und die Verweildauer bis zum Tode in unseren Einrichtungen liegt deutlich unter einem Jahr, oftmals nur 6 Monate. Gleichzeitig steigt die Anzahl der Menschen, die genau unter diesen Rahmenbedingungen erst sehr spät in ein Pflegeheim kommen.

Private Pflegeversicherungen, die auf diese Pflegestufe fokussieren und andere Stufen außer Acht lassen, machen aus meiner Sicht der Dinge keinen Sinn.

Die Planung dieser Lebensphasen erfordert eine intensive Auseinandersetzung mit den eigenen Zielen unter Einbeziehung der finanziellen Möglichkeiten.

 Wie sehen Sie die Situation der Pflege in Deutschland mit Blick auf die neue Einstufung nach Pflegegraden ab dem Jahr 2017?

Aktuell wird sich nichts ändern. Der Bestandsschutz sorgt dafür, dass Pflegebedürftige ohne finanzielle Nachteile in die Pflegegrade überführt werden.

Für die Pflegegrade 4 und 5 wird unter finanziellen Aspekten die Pflege in einer Einrichtung günstiger.

Die Grundausrichtung der neuen Regelung ist, dass für die Pflegegrade 1 und 2 das Leben in einem Pflegeheim in Zukunft deutlich teurer wird – d.h. es sind mehr Eigenleistungen erforderlich. Das erschwert den Einzug ins Heim und wird zur ambulanten Ausdehnung führen. Die Gestaltung für die häusliche Pflege ist zukünftig  so, dass häufiger Hilfestellungen abgerufen werden können.

Es sind jedoch nicht alle Kosten des Alltags über die reine Pflege abgedeckt, es kommen weitere Kosten z.B. für Wohnungsreinigung, Essenlieferung etc. hinzu.

Die ambulante Pflege ist in dem Dilemma, dass 25 % der Arbeitsstunde einer Pflegekraft derzeit reine Fahrtzeiten sind und natürlich viel zu wenig Kräfte vorhanden sind.

Dieses Problem ist nicht gelöst.

Wir beraten Menschen der Generation 55 plus. Ein Blick in die Zukunft – wie gestaltet sich die Pflege für unsere Zielgruppe in Deutschland aus Ihrer Sicht der Dinge in 20 Jahren?

Es geht um die gute Versorgung von Menschen in der Zukunft, wenn sie pflegebedürftig werden. Das ist eine Frage der Wohnumgebung. Das Leben in jungen Stadtteilen macht Spaß, die Versorgung wird in Stadtteilen mit mehr älteren Menschen besser sein.

Das angesprochene Bielefelder Modell funktioniert nur in Stadtteilen,in denen auch ein potentieller Hilfebedarf gegeben ist. Der Anteil der Älteren muss so sein, dass das Hilfesystem wirtschaftlich sinnvoll erbracht werden kann. Die Fußläufigkeit für die Pflegekräfte muss gegeben sein.

Leben und Wohnen im Alter wird eine starke Rolle spielen.

Es wird mehr Angebote geben in der persönlichen Umgebung der Menschen. Und damit verbunden steht die Entscheidung, wofür setze ich meine Mittel (Vermögen, Liquidität) ein. Barrierefreiheit und gutes Leben/Wohnen werden wichtige Planungsparameter.

Dazu gehören z.B. auch intelligente Schlafsysteme in Form von zwei Schlafzimmern, wenn einer der Ehepartner Hilfebedarf hat und der andere in der Nacht Kraft schöpfen muss. Die professionelle Hilfe muss per Knopfdruck funktionieren.

In der Summe wird es deutlich mehr Wohnungsangebote für ältere Menschen geben, die bedarfsgerecht ausgerichtet sind.

Diese Versorgungssicherheit kostet Geld und Menschen sollten selbstbestimmt leben können solange sie keine Selbst- und Fremdgefährdung auslösen.

 

Welche drei Dinge wünschen Sie sich für die Zukunft der Pflege in Deutschland?
  1. Eine angemessene Bezahlung der Menschen , die in der Pflege tätig sind. Viele Pflegekräfte, die in Teilzeit tätig sind, werden im Alter grundsicherungsbedürftig sein. Dies birgt ein hohes Armutsrisiko. Wer in dieser wichtigen Aufgabe tätig ist, sollte auch eine ordentliche Rente erwirtschaften können. Der Beruf muss an Attraktivität gewinnen. Alle Entwicklungen in Richtung Telemedizin, Telekontakt können optimiert werden, aber sie können die Tätigkeit von Menschen nicht ersetzen.
  2. Die Ausweitung von zentrumsnahen barrierefreien Wohneinheiten. Der Mensch ist ein soziales Wesen und will mitten im Leben/Geschehen sein. Sinnvoll wäre die Kooperation von Pflege-Dienstleistern und Wohnbau-Anbietern, um optimierte Quartiere zu schaffen in attraktiven Wohnlagen
  3. Dass die Mitarbeiter/innen der Pflege endlich die Anerkennung für die Arbeit bekommen, die sie verdienen. Das sollte sich u.a. darin ausdrücken, dass der gesetzliche Mindestlohn in der Pflege nicht mehr unter dem einer Tätigkeit einer Reinigungskraft liegt.
Unsere Beratung heißt WohlSorge. Wie klingt das für Sie?

Es klingt sehr warm…nach Menschlichkeit und es macht neugierig. Mir gefällt, dass es soziale Wärme ausstrahlt.

 

Vielen DANK an Frank Kadereit vom WohlSorge-Team!

 

Näheres zu unserer Interview-Reihe finden Sie unter:

WohlSorge trifft! Die Interview-Reihe

WohlSorge trifft! Die Interview-Reihe

WohlSorge trifft! Die Interview-Reihe

Fragen und Antworten zur WohlSorge

In dieser Woche startet „WohlSorge trifft! Die Interview-Reihe“ auf unserem WohlSorge-Blog. Wir möchten viele interessante Gesprächspartner rund um das Thema WohlSorge vorstellen.

Jedes Interview beginnt damit, dass wir uns ausführlich die Zeit nehmen unserem Gesprächspartner die Inhalte und Ziele der WohlSorge-Beratung zu erläutern. Das schafft die Basis für das gegenseitige Verständnis des Tuns und fördert die Vernetzung und Entwicklung von Schnittstellen zu den Gesprächspartnern.

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WohlSorge trifft! Die Interview-Reihe

Sie treffen auf Interview-Partner wie:

  • Berufsträger (Rechtsanwälte, Steuerberater, Notare)
  • Nachfolge-Coaches
  • Mediatoren
  • Kümmerer
  • Experten für Pflege
  • Experten für das Leben und Wohnen im Alter
  • Unternehmen

Mit dieser Reihe möchten wir aufzeigen, wie wichtig die klare Positionierung, Auftragsklärung und ein gut funktionierendes Netzwerk in der WohlSorge-Beratung sind.

Wir schaffen Transparenz über die vielfältigen Beratungsansätze, die sich aus Gesprächen und dem Know-How anderer Experten ergeben.

Wir fangen Kundenstimmen ein, um zu zeigen, dass es an der Zeit für eine neue und andere Beratung ist, die den Menschen und nicht Produkte in den Mittelpunkt stellt.

Wir sprechen mit Unternehmen, die bereits erfolgreich unser Konzept der WohlSorge-Beratung zum Einsatz bringen.

Die Interviews geben uns die Gelegenheit, anderen Berufsgruppen das Thema WohlSorge näher zu bringen und die Abgrenzung zu anderen Beratungsansätzen zu verdeutlichen.

Was haben ein Interview und die WohlSorge-Beratung gemeinsam?

  • gut zuhören
  • die richtigen Fragen stellen
  • neue, wichtige, interessante Dinge erfassen
  • im Vorfeld vorhandene Informationen sammeln
  • einen individuellen Fragenkatalog erstellen
  • mögliche Hindernisse meistern
  • Ergebnisse mit dem Interview-Partner rückkoppeln und abstimmen
  • Ergebnisse dokumentieren

Die Sichtweise und Vorgehensweise der Interviewpartner eröffnet neue Möglichkeiten und Chancen im Beratungsalltag.

Wir verbinden unsere Vorgehensweise in der Beratung unmittelbar mit den Fragen an unsere Interview-Partner und zeigen damit Verbindungen auf. Wir sorgen für die Verbreitung des WohlSorge-Gedankens bei unseren Gesprächspartnern.

Wir laden Sie ein, Ihre Gedanken, Ergänzungen, Interview-Ideen aktiv in unseren Blog einzubringen.

Freuen Sie sich auf das erste WohlSorge trifft-Interview, das wir heute veröffentlichen werden.

 

WohlSorge trifft! …Frank Kadereit (EVIM-ALTENHILFE)