Die Reaktion Bayerns auf den koordinierten Ländererlass v. 22.6.2017

Koordinierter Ländererlass v. 22.6.2017

Wie wir bereits in diesem Blog berichteten, wird in einem umfangreichen, 89-seitigen koordinierten Ländererlass v. 22.6.2017 erläutert, wie die geänderten Vorschriften des Erbschaftsteuer- und Schenkungsteuergesetzes in der Praxis bzw. bei der Veranlagung genau anzuwenden sind.

Es handelt sich „nur“ um einen koordinierten und nicht gleichlautenden Ländererlass, da der Erlass von Bayern nicht mitgetragen wird.

Bayerisches Landesamt für Steuern v. 14.11.2017

Das Bayerische Landesamt für Steuern hat nunmehr reagiert. Für die Anwendung der geänderten Vorschriften des Erbschaftsteuer- und Schenkungsteuergesetzes gilt in Bayern, dass sich jeder Steuerpflichtige auf den koordinierten Ländererlass vom 22.6.2017 berufen kann.

Der koordinierte Ländererlass ist aber in zwei Punkten abweichend anzuwenden:

Junges Verwaltungsvermögen (Verwaltungsvermögen, das dem Betrieb im Zeitpunkt der Entstehung der Steuer weniger als zwei Jahre zuzurechnen war): Vorbesitzzeiten von jungem Verwaltungsvermögen bei verbundenen Unternehmen sind zu berücksichtigen.

Ermittlung des verfügbaren Vermögens bei einem Erwerb über 26 Mio. € und Verschonungsbedarfsprüfung: Der Wert des verfügbaren Vermögens ist um die auf den steuerpflichtigen Erwerb entfallende Erbschaft- bzw. Schenkungsteuer zu mindern.

GeNe Institut

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