WohlSorge trifft…Matthias Helfrich

Matthias Helfrich, MGH                                 Beratungs- und Beteiligungs-GmbH

51 Jahre alt und seit 15 Jahren als Unternehmer tätig

Verheiratet in 2. Ehe, 1 Sohn – 19 Jahre alt

Lebensmittelpunkt Berlin, weitere Standorte in Wiesbaden und München

(Das Interview mit Herrn Helfrich wurde am 04. April 2017 in Wiesbaden zu den Aspekten von Vertretungsregelungen geführt.)

 

  1. Was ist Ihnen wichtig, wenn Sie ans Älterwerden denken?

Lebensfreude, Mobilität, Kontakt zu jungen Menschen erhalten

In einer Umgebung wohnen, in der ich mich rund herum wohl fühle

 

  1. Unternehmertum bedeutet Selbstbestimmung und die Kontrolle/Macht haben. Welche drei Dinge fallen Ihnen spontan ein, wenn Sie heute einen Kontrollverlust hätten – also fremdbestimmt wären?

Ganz ehrlich: Ich will mir das gar nicht vorstellen!

Wenn dann doch: ganz wichtig wären für mich Vertrauenspersonen (Privat wie geschäftlich) in meiner Umgebung und der Umstand, dass diese Personen in meinem Sinne tätig werden können.

In meinem Sinne bedeutet in diesem Zusammenhang, dass diese Vertrauenspersonen die entsprechenden Einstiegsinformationen erhalten und Vorgaben von mir zu den Handlungsfeldern im privaten und unternehmerischen Bereich wie z.B.:

  • Risikoklasse bei Anlagen in Wertpapieren
  • Eine Reihenfolge hinsichtlich des Vermögensverzehrs meiner unterschiedlichen Investitionen in Wertpapieren, Immobilien, Beteiligungen etc.
  • Die Definition einer optimalen Versorgung für meine Ehefrau und mich für alle Lebensphasen
  1. Sie beschäftigen sich intensiv mit unterschiedlichsten Bereichen der Finanzwelt und unterschiedlichen Asset-Klassen der Anlage. Wie empfinden Sie die folgende Aussage „Um den von mir gewünschten Standard in allen Lebensphasen zu sichern, nehme ich einen Kapitalverzehr in Kauf.“?

Wird von mir zu 100% unterschrieben.

Das Delta meines Lebenseinkommens und meiner Lebensausgaben kann am Ende Null sein, wenn hierbei die bestmögliche Ausbildung für meinen Sohn und ggf. seine Start-up Finanzierung eingeschlossen ist.

  

  1. Für die überwiegende Zahl unserer Mandanten trifft folgender Wunsch zu: „Ich möchte, dass eine von mir bestimmte Person in meinem Sinne handeln kann, wenn ich nicht mehr dazu in der Lage bin“ Welche Herausforderungen im finanziell-wirtschaftlichen Bereich sehen Sie in diesem Zusammenhang für Ihre persönliche Situation?

 

Der Wunsch trifft auch bei mir zu, wobei es in meinem Fall einen Unterschied machen würde, zu welchem Zeitpunkt diese Situation einträfe.

In einem höheren Alter könnte dies eine Person/Institution auch außerhalb des Familienkreises sein, zu der eine Vertrauensbeziehung in den Jahren davor aufgebaut wurde.

Wäre dies aber bereits in naher oder mittlerer Zukunft der Fall könnte letztendlich nur mein Sohn in Verbindung mit meinen Beratern mein Geschäftsmodell der Beteiligungsfinanzierung weiter betreiben oder ggf. auch kontrolliert auslaufen lassen.

 

  1. Das Leben und Wohnen im Alter ist ein bedeutsames Thema mit Blick auf die demografische Entwicklung in Deutschland. Welches Bild haben Sie vom Leben und Wohnen im Alter? So lange wie möglich in den eigenen vier Wänden bleiben oder ist eine andere Wohnumgebung denkbar?

 

Wenn ich darauf schon einmal eine Antwort hätte! Tatsächlich ist mir aber bei der jetzigen Wohnentscheidung wichtig gewesen, die Voraussetzungen für späteres Leben im Alter schon abgebildet zu haben (Barrierefreiheit, Nähe zu Ärzten/Krankenhäusern, etc.).

Auf der anderen Seite habe ich auch heute noch überhaupt kein Problem mit Gemeinschaftsunterkünften wie Berghütten oder Jugendherbergen – von daher könnte ich mir auch ein Zimmer in einem Altersheim vorstellen.

Die letztendliche Lebensform wird wohl davon abhängen, ob man das als Ehepaar oder alleine entscheidet.

 

  1. Was wünschen Sie sich von einem Berater, der Sie in diesen Fragen begleitet und berät?

 

Ganz klar: einen Berater, der präventiv tätig ist. Und einen Berater, der das Ganze im Blick hat, also z.B. auch mich darauf hinweist, in welcher Form mein „digitaler“ Nachlass zu regeln ist.

Erschreckendes Beispiel hier ist in Freund, der vor vielen Jahren Selbstmord begangen hat und immer noch in einem beruflichen Online-Netzwerk „lebt“

 

  1. Unsere Beratung heißt WohlSorge©. Wie klingt das für Sie?

 

Das klingt sehr persönlich und vertraut.

Ich interpretiere hier „ich/wir sorge(n) für ihr Wohl“. Dieser Ansatz in Verbindung mit einer für Kunden notwendigen Bewusstseins-Schärfung dürfte in der heutigen immer komplexeren Welt zielführend sein.

Das WohlSorge©-Team sagt herzlichen DANK . Wir wünschen Ihnen und Ihrer Familie WohlSorge© für alle kommenden Lebenphasen.

(Das Interview wurde von Angelika Thiedemann geführt.)

WohlSorge trifft…Dr. Stefan Neuhaus

WohlSorge trifft …

Dr. Stefan Neuhaus                                                    

Geschäftsführer CareView Technologies GmbH                  (www.careview.de)

Ambient Assisted Living (AAL) befasst sich mit der demografisch bedingten alternden Gesellschaft und entwickelt Lösungsansätze für intelligente Assistenzsysteme, die älteren Menschen den Alltag erleichtern und deren Lebensqualität verbessern sollen. Es handelt sich dabei um altersgerechte Assistenzsysteme der Mikrosystemtechnik und Informationstechnik in Kombination mit Dienstleistungsangeboten.                                                

(Quelle: IT-Wissen, Online-Lexikon)

Herr Dr. Neuhaus gewährt uns einen Einblick in die Welt des AAL und den besonderen Ansatz seines Unternehmens CareView Technologies GmbH:

Eigenständig Selbstbestimmt Leben sind die ersten Worte, die man auf Ihrer Internetseite findet. Was bedeutet das für Sie persönlich?

Es bedeutet für mich, dass der Mensch mit seinen Bedürfnissen im Mittelpunkt steht. Jeder möchte eigenständig und selbstbestimmt Leben. In vielen Lebenssituationen ist das kein Problem, aber es gibt auch Situationen, da benötigen sie Unterstützung, um ihre Eigenständigkeit und Selbstbestimmtheit zu erhalten. Jeder soll so Leben können, wie er es möchte.

 

Was kann CareView leisten, damit Menschen sich den Wunsch:

„Ich möchte so lange wie möglich in den eigenen vier Wänden bleiben“ erfüllen können?

CareView verbindet die Menschen im eigenen sozialen Umfeld und stellt intelligente Technologien zur Verfügung.

Durch eine soziale und technische Umfeldgestaltung schaffen wir die erforderlichen Rahmenbedingungen für ein langen Verbleib im eigenen Zuhause. Je nach der individuellen Lebenssituation sehen unsere Lösungen sehr unterschiedlich aus.

Steht die medizinische und pflegerische Versorgung im Mittelpunkt kommen moderne Hausnotrufsysteme zum Einsatz, die eigenständig eine Notsituation erkennen und weitermelden. Auf diese Art und Weise können auch schwierige und intensive Pflege- und Betreuungssituationen im eigenen Zuhause abgebildet werden.

Viele Personen brauchen diese Systeme aber noch nicht, hier steht zum Beispiel die soziale Teilhabe am gesellschaftlichen Leben im Vordergrund. Durch eine Vernetzung sozialer Akteure in der eigenen Nachbarschaft werden attraktive und niedrigschwellige Angebote für die Tagesgestaltung unterbreitet. Die Menschen sollen raus aus ihren Wohnungen.Unsere Plattformen übernehmen dabei die leichte Kommunikation und Koordination.

Die dritte Säule in unserem Konzept ist die Vernetzung von Dienstleistern, damit sie alle notwendigen Leistungen, die sie nicht mehr eigenständig erledigen können, in ihrer Nachbarschaft verfügbar haben.

 

Welche Rolle spielt das Thema Ethik und menschliche Würde in diesem Zusammenhang? Haben die Menschen manchmal Bedenken und Befürchtungen, dass Sie in George Orwells „1984“ landen?

Die Ethik spielt eine sehr wichtige Rolle, da ja der Mensch im Mittelpunkt steht. Insbesondere beim Einsatz der Technik ist immer die Frage der Notwendigkeit zu stellen. Gerade wenn schwierige Pflege- und Betreuungssituationen vorliegen, kann es durch den Einsatz von Technik zu Eingriffen in die Privatsphäre kommen. Da muss der rechtfertigende Nutzen hinreichend groß sein. Keiner möchte eine Videokamera über dem Bett, aber viele, die ein Pflegeheim vermeiden möchten, würden es z.B. in einer Palliativsituation trotzdem bevorzugen. Es geht insgesamt um den richtigen Einsatz der Technik. Wir haben einen CareView-Kodex, der unseren Kunden Leitlinien im Umgang mit AAL-Technik empfiehlt.

 

Viele unserer Mandanten sagen:„Ich möchte meinen Angehörigen nicht zur Last fallen“. Wie wirkt sich die Ausstattung mit CareView auf die familiären Beziehungen aus? Und was bedeutet das unter finanziellen Gesichtspunkten?

CareView entlastet pflegende und betreuende Angehörige.

Mit unserer Technik können sie zum Beispiel den Hausnotruf nur innerhalb der Familie organisieren. Wer Angehörige intensiv pflegt, braucht Freiräume und ist dankbar, wenn ein Teil der Verantwortung auf Technik und auf mehrere Schultern eines Netzwerkes verteilt werden kann. Heutzutage leben die eigenen Kinder auch nicht immer in der Nachbarschaft.

Hier ermöglichen wir, die Angehörigen aus der Ferne mehr im Blick zu haben. Die Ausstattung wird meist gemietet und nicht gekauft. Deshalb sind oft keine hohen Investitionen erforderlich.

Die finanzielle Belastung startet bei den üblichen Kosten für einen einfachen Hausnotruf und steigt, je nachdem welche Technik im Einzelfall tatsächlich erforderlich ist. Diese Kosten sind dann ggf. mit einem stationären Pflegeheimplatz zu vergleichen.

 

Was sind die Grenzen von CareView? Wann ist eine andere Wohnumgebung also eine Pflege-Einrichtung vor dem Hintergrund der Selbstbestimmung die bessere Wahl? Und was bedeutet dies wiederum unter finanziellen Gesichtspunkten für die Kosten in der Lebensphase Pflege?

Für eine Pflege im eigenen Zuhause müssen die Voraussetzungen natürlich stimmen. Sobald sie eine jederzeit verfügbare, medizinsiche Begleitung benötigen, kann das Zuhause nicht mehr erfolgen. Aber CareView kann eben die Zeit im eigenen Zuhause verlängern, wenn der Betroffene es möchte. Die meisten bleiben eben gerne Zuhause, andere gehen lieber frühzeitig in ein Pflegeheim. Auch das sollte eine selbstbestimmte Entscheidung sein.

 

Was wünschen Sie sich für die Zukunft der Pflege in Deutschland?

Ich wünsche mir, dass Deutschland offener und flexibler für neue Pflegekonzepte wird. Hier denke ich insbesondere an die Finanzierung von sinnvollen Pflegekonzepten. Selbstbestimmtheit sollte nicht am Geldbeutel scheitern oder daran, dass Innovationen aufgrund langwieriger Entscheidungsprozesse noch nicht in Finanzierungskatalogen stehen.

 

Unsere Beratung heißt WohlSorge. Wie klingt das für Sie?

Das klingt nach Fürsorge und Geborgenheit.

Jemand der sich um mich kümmert.

 

Vielen Dank an Herrn Dr. Stefan Neuhaus vom WohlSorge-Team!

Das Interview wurde am 01. Februar 2017 von                                       Angelika Thiedemann geführt.

WohlSorge trifft! …Ihre Kunden…

WohlSorge trifft! …Ihre Kunden

Das  Interview wurde in Form einer Befragung in der Innenstadt von München geführt. Im Vorfeld haben wir uns lange mit der Formulierung der „richtigen“ Fragen beschäftigt. Wir haben vier Fragen ausgewählt. Das Ziel war, dass wir in Erfahrung bringen, ob die Menschen rund um das Thema WohlSorge (Vorsorge- und Nachfolgeplanung) Beratung wünschen und welche Erwartungshaltungen sie haben.

Es ist eine spannende Erfahrung fremde Menschen auf der Straße anzusprechen und ihre Reaktionen zu erleben. Wir können nur sagen, dass sich der Zeitaufwand von rund 6-7 Stunden für uns gelohnt hat. Die Offenheit und Bereitschaft hat uns erstaunt.

Die 40 Interviewpartner waren zwischen 50 und 70 Jahre alt.

Im Antwortteil lesen Sie zunächst wörtliche Antworten einzelner Interviewpartner, im Anschluss die am häufigsten genannten Begriffe und dann ein kurzes Statement zu unseren persönlichen Eindrücken.

Frage 1:

Was ist Ihnen wichtig, wenn Sie ans Älterwerden denken?

  • …dass ich mir dasselbe erlauben kann wie zuvor
  • …dass es mir finanziell und gesundheitlich gut geht
  • …dass ich mein Level, meinen Lebensstandard halten kann
  • …dass ich finanzielle Sicherheit habe für meine Familie und mich
  • …für mich ist das der Unterschied zwischen alter Mann und alter Herr… und ich möchte später ein alter Herr werden!
  • …jetzt merke ich, dass ich älter werden und beginne mir Gedanken zu machen. Was wird im Alter sein, wie werde ich dann leben?
  • …DAS GUTE LEBEN

gute Versorgung – Sicherheit (finanzielle Sicherheit) – Gesundheit

Eine gute Versorgung, finanzielle Sicherheit und Gesundheit beschäftigt alle Befragten gleichermaßen. Die Antworten auf diese Frage waren alle kurz und prägnant. Die Befragten hatten eine schnelle und konkrete Vorstellung davon, was Ihnen im Alter wichtig ist.

 

Frage 2

Wie haben Sie für die Fälle Krankheit, Alter, Pflege und Tod Vorsorge getroffen?

  • ich habe, was der Mensch so hat an Lebensversicherungen, zahle in die staatlichen Rentensysteme und eine betriebliche Rente ein
  • ich mache gerade mal Inventur und habe keine Überblick, ich weiß nicht, ob es reichen wird…
  • ich habe schon geerbt von meinem Vater und dieses Depot soll später meine Tochter bekommen. Ein Testament habe ich gemacht, aber für das Depot habe ich nichts geregelt. Das ist einfach bei der Bank…
  • wir haben zwei Häuser gebaut für unsere Söhne. Die sind aber weggezogen. Vielleicht verkaufen wir die Häuser, verkleinern uns und gehen an einen Ort, wo wir eine gute Lebensqualität haben…
  • …ich bin gut vernetzt und gut umsorgt. Meine Gedanken für die endliche und gesundheitliche Vorsorge habe ich im Kopf. Die Gedanken sind da, aber der Schritt der Umsetzung fällt mir schwer…
  • ich habe Lebensversicherungen und zahle in andere Systeme wie Krankenkasse etc ein. Das Testament ist noch nicht geregelt. Das ist ein heisses Eisen…
  • ich habe alles geregelt, aber das Thema Pflege ist komplett offen…

Lebensversicherung – staatliche Rente – betriebliche Rente – Krankenversicherung – Pflegeversicherung – endliche Vorsorge – gesundheitliche Vorsorge – Inventur machen – Testament – Kinder unterstützen – gute Lebensqualität – Wohnsituation verkleinern

Vorsorge ist ein weiter Begriff und jeder verbindet damit andere Dinge. Die Bandbreite geht von der Krankenversicherung bis hin zu Regelungen für den Vertretungs- und Todesfall. Es überwiegen eindeutig die finanziell-wirtschaftlichen Aspekte von Vorsorgeregelungen und die Fürsorge für das persönliche Umfeld (Familie). Alle Menschen sind in der Phase der Inventur für unterschiedliche Lebensphasen und ein Gesamtüberblick fehlt.

Frage 3:

Hätten Sie gerne einen Berater, der Sie in diesen Dingen begleitet und berät?

  • professionelle Hilfe in diesem Bereich ist ein Muss…
  • ich habe mich schon zu Vorträgen angemeldet, die waren aber überfüllt und ich kam gar nicht zum Zuge
  • ich denke mal, dass es in meiner Situation keine Streitereien im Todesfall geben wird. Das hoffe ich…
  • ich muss demjenigen vertrauen. Denn wenn einer kommt und etwas anbietet, dann will er etwas verkaufen…
  • die Chemie muss stimmen
  • es sollte neutral sein und nicht nur im Firmeninteresse
  • ich muss dem Berater vertrauen können

Beratung JA – Vertrauen – Neutralität – Chemie – nicht nur im Firmeninteresse – meine Bedürfnissen müssen im Mittelpunkt stehen

Der Wunsch nach einem Berater, der in diesen Dingen begleitet ist durchgängig vorhanden. Sachverstand, Neutralität und intensive Widmung mit dem Individuum werden eingefordert.

Frage 4:

Welche Erwartungen haben Sie an einen Berater?

  • er soll mir Richtlinien aufzeigen, was ich beachten muss und dann kann ich mich zu Hause hinsetzen und daran arbeiten
  • es ist eine intensive Widmung erforderlich
  • ich habe Erfahrungen gemacht mit Beratern und bin kritisch
  • er muss meinen Lebensstil kennen
  • er darf nicht nur hinter dem Schreibtisch sitzen und Bücher lesen sondern muss zu den Menschen hingehen … sich in Menschen hineinversetzen
  • fachliche Kompetenz, Lebenserfahrung
  • er sollte breit aufgestellt sein in seinem Wissen
  • ich will keine 08/15 Angebote
  • Wärme, Sympathie, Bodenständigkeit
  • ich will ein Maßkonzept
  • er soll Alternativen aufzeigen 
  • ich möchte unabhängige Beratung
  • es muss auf das Individuum bezogen sein
  • eine klare Sprache und Aussage zu den Kosten der Beratung
  • derjenige muss vertrauenswürdig sein
  • ich traue nicht nur einem Berater, mir ist das Vier-Augen-Prinzip lieber – immer mehrere fragen
  • in diesen Fragen gehe ich für das Testament zum Anwalt und in Sachen Geld und Vermögen zu einer Bank

fachliche Kompetenz – Wärme – Sympathie – intensive Widmung – Neutralität – unabhängige Beratung -individuelle Beratung – nicht nur auf eine Meinung vertrauen – Kosten – Maßkonzept

Die Befragten wünschen eine zweite Meinung und die Betrachtung aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Die Zielgruppe hat Erfahrungen gemacht und ist kritisch

Unser Fazit:

WohlSorge-Beratung bietet alles, um den Bedarf der Menschen zu decken.

Der Mensch steht als Individuum mit seinem Umfeld im Mittelpunkt, die finanziell-wirtschaftliche Vorsorge ist die Basis für passgenaue rechtliche Instrumente (Testamente, Vertretungsregelungen). Finanziell-wirtschaftliche Instrumente sind auf rechtliche Instrumente abgestimmt. Der Mandant bekommt unterschiedliche Blickwinkel auf seine Situation – Multiperspektivität ist im Netzwerk mit Berufsträgern (Rechtsanwälte, Steuerberater) selbstverständlich.

Die Antworten der Menschen sind eine Einladung an die Finanzdienstleistungsbranche, diese wertvolle und wichtige Aufgabe zu übernehmen.

Die Basis der Beratung ist die Konkretisierung der Motive, eine echte und valide Inventur der Lebenssituation und die Betrachtung aller Lebensphasen unter Berücksichtigung von Lebensrisiken und Todesfall.

Aktuell trifft keiner der Befragten auf ein Umfeld oder einen Berater, der diese Aspekte umfassend beleuchtet. Die Menschen suchen Beratung….

Warum beschäftigen sich dann so viele Anbieter in diesem Bereich überwiegend mit den rechtlichen Aspekten der Beratung?

Wenn die finanziell-wirtschaftliche Vorsorge die Basis für die Auswahl und Ausgestaltung der rechtlichen Vorsorge ist, dann sollte heute der Start für eine neue Vorgehensweise beginnen…

Den Film über diese Interviews setzen wir in unseren Ausbildungsgängen ein.

Das GeNe Estate Planner Studium bereitet Sie und/oder Ihre Mitarbeiter perfekt auf dieses anspruchsvolle und hochaktuelle Beratungsthema vor. Die GeNe Beratungsinstrumente versetzen Sie in die Lage, die Kundenwünsche zu befriedigen. Durch die Fokussierung auf die Kundenbedürfnisse und die finanziellen und wirtschaftlichen Aspekte, ist der wirtschaftliche Erfolg vorprogrammiert.

Wann beginnen Sie mit der WohlSorge für Ihre Kunden?

 

 

WohlSorge trifft! …Frank Kadereit (EVIM-ALTENHILFE)

WohlSorge trifft…

Frank Kadereit, Geschäftsführer Altenhilfe GmbH,

EVIM (Evangelischer Verein für Innere Mission in Nassau)

Das Interview wurde am 01. September 2016

von Angelika Thiedemann geführt.

Wir freuen uns, dass heute unsere Interview-Reihe für den WohlSorge-Blog startet. In den nächsten Monaten werden wir Ihnen Interview-Partner vorstellen, die uns unterschiedliche Blickwinkel auf unsere Beratung eröffnen.

Wie viele Menschen werden bei EVIM gepflegt und wie viele Pflegekräfte sind für diese Aufgabe verantwortlich?

EVIM-Altenhilfe beschäftigt knapp 1.000 Menschen als Pflegekräfte.

In der Altenhilfe werden 1.200 Menschen in stationärer Pflege betreut, 100 Menschen in ambulanter, palliativer Versorgung und weitere 250 Menschen im Bereich Service-Wohnen.

„Ich möchte meinen Angehörigen nicht zur Last fallen“ ist ein häufiger Wunsch unserer Mandanten in der WohlSorge-Beratung. Wie erleben Sie diese Aussage im Umfeld Ihrer Pflegeheime?

Der Wunsch „nicht zur Last“ fallen, muss differenziert betrachtet werden. Die Bewohner unserer Einrichtungen sind im Lebensalter von 75-80 Jahren oder älter. Sie möchten Ihre Kinder nicht finanziell belasten mit den Kosten der Pflege. In den Pflegestufen II und III entstehen schnell Kosten in Höhe von mehreren tausend Euro im Jahr als Eigenleistung.

Das Umfeld verändert sich und soziale Bezüge lassen nach. Es ist wichtig, dass soziale Kontakte aufrecht erhalten werden. Ein Anspruch, dass die Kinder oder Freunde sich häufiger melden könnten ist da und somit auch eine Erwartungshaltung. Ärzte, Therapeuten und Pfleger können nicht die gleiche soziale Tiefe wie die eigene Familie oder der Freundeskreis erreichen. Die neuen Kontakte sind nicht selbst gewählt und es ist eine Aufgabenstellung an die Einrichtung, freiwillige Kontakte zu ermöglichen.

Vor diese Aufgabe sehen sich auch Angehörige gestellt, die selber weit entfernt von den Eltern wohnen und hier auf professionelle Unterstützung angewiesen sind.

„Ich möchte so lange wie möglich in den eigenen vier Wänden bleiben“ wählen viele Mandanten im Beratungsumfeld. Was bedeutet das für die Realität heute in den Pflege-Einrichtungen?

Die Zukunft der Pflege liegt wohl eher nicht in den Pflegeheimen. Es gibt andere, alternative Modelle, die es Menschen ermöglichen so lange wie möglich im eigenen Umfeld zu bleiben.

Das ist eine Abwägung von Interessen, wenn sich Menschen mit dem Thema „Leben und Wohnen im Alter“ beschäftigen und entscheiden, wofür sie ihre  finanziellen Mittel (Liquidität und Vermögen) einsetzen.

Es wird in Zukunft sicher mehr Angebote dazu geben. Das ist ein wichtiger Punkt, der zu entscheiden ist, wenn die eigene Immobilie zu Gunsten z.B. einer barrierefreien Einheit veräußert wird.

Das Bielefelder Modell ist ein spannender Ansatz.

Näheres können Sie in diesem Presseartikel entnehmen.

Bielefelder Modell-Pressemeldung

„Ich kann mir vorstellen, meinen Lebensabend in einer anderen Wohnumgebung zu verbringen“ folgt der Erkenntnis, dass ab einem bestimmten Pflegezustand die häusliche Pflege nicht mehr der richtige Weg ist. Wie viele der Menschen, die zu einem späten Zeitpunkt in Ihre Pflege-Einrichtungen kommen, können diesen Weg noch selbstbestimmt wählen?

Die Menschen heute in unseren Einrichtungen sind bei Einzug stärker pflegebedürftig als vor 15 Jahren. Sie sind in ihrer Alltagskompetenz viel eingeschränkter. Hinzu kommt das Gefühl der Ohnmacht…“Ich weißt nicht mehr und kann nichts mehr entscheiden“

Der Eigenanteil für die Pflegekosten steigt mit höherer Pflegebedürftigkeit. Einher damit geht häufig auch ein „Ringen um das Erbe“, das geht oft so weit, dass die Nachkommen die Einstufung in eine höhere Pflegestufe vermeiden wollen, um den Eigenanteil in Grenzen zu halten.

Die Mortalitätsquote in der Pflegestufe III ist hoch und die Verweildauer bis zum Tode in unseren Einrichtungen liegt deutlich unter einem Jahr, oftmals nur 6 Monate. Gleichzeitig steigt die Anzahl der Menschen, die genau unter diesen Rahmenbedingungen erst sehr spät in ein Pflegeheim kommen.

Private Pflegeversicherungen, die auf diese Pflegestufe fokussieren und andere Stufen außer Acht lassen, machen aus meiner Sicht der Dinge keinen Sinn.

Die Planung dieser Lebensphasen erfordert eine intensive Auseinandersetzung mit den eigenen Zielen unter Einbeziehung der finanziellen Möglichkeiten.

 Wie sehen Sie die Situation der Pflege in Deutschland mit Blick auf die neue Einstufung nach Pflegegraden ab dem Jahr 2017?

Aktuell wird sich nichts ändern. Der Bestandsschutz sorgt dafür, dass Pflegebedürftige ohne finanzielle Nachteile in die Pflegegrade überführt werden.

Für die Pflegegrade 4 und 5 wird unter finanziellen Aspekten die Pflege in einer Einrichtung günstiger.

Die Grundausrichtung der neuen Regelung ist, dass für die Pflegegrade 1 und 2 das Leben in einem Pflegeheim in Zukunft deutlich teurer wird – d.h. es sind mehr Eigenleistungen erforderlich. Das erschwert den Einzug ins Heim und wird zur ambulanten Ausdehnung führen. Die Gestaltung für die häusliche Pflege ist zukünftig  so, dass häufiger Hilfestellungen abgerufen werden können.

Es sind jedoch nicht alle Kosten des Alltags über die reine Pflege abgedeckt, es kommen weitere Kosten z.B. für Wohnungsreinigung, Essenlieferung etc. hinzu.

Die ambulante Pflege ist in dem Dilemma, dass 25 % der Arbeitsstunde einer Pflegekraft derzeit reine Fahrtzeiten sind und natürlich viel zu wenig Kräfte vorhanden sind.

Dieses Problem ist nicht gelöst.

Wir beraten Menschen der Generation 55 plus. Ein Blick in die Zukunft – wie gestaltet sich die Pflege für unsere Zielgruppe in Deutschland aus Ihrer Sicht der Dinge in 20 Jahren?

Es geht um die gute Versorgung von Menschen in der Zukunft, wenn sie pflegebedürftig werden. Das ist eine Frage der Wohnumgebung. Das Leben in jungen Stadtteilen macht Spaß, die Versorgung wird in Stadtteilen mit mehr älteren Menschen besser sein.

Das angesprochene Bielefelder Modell funktioniert nur in Stadtteilen,in denen auch ein potentieller Hilfebedarf gegeben ist. Der Anteil der Älteren muss so sein, dass das Hilfesystem wirtschaftlich sinnvoll erbracht werden kann. Die Fußläufigkeit für die Pflegekräfte muss gegeben sein.

Leben und Wohnen im Alter wird eine starke Rolle spielen.

Es wird mehr Angebote geben in der persönlichen Umgebung der Menschen. Und damit verbunden steht die Entscheidung, wofür setze ich meine Mittel (Vermögen, Liquidität) ein. Barrierefreiheit und gutes Leben/Wohnen werden wichtige Planungsparameter.

Dazu gehören z.B. auch intelligente Schlafsysteme in Form von zwei Schlafzimmern, wenn einer der Ehepartner Hilfebedarf hat und der andere in der Nacht Kraft schöpfen muss. Die professionelle Hilfe muss per Knopfdruck funktionieren.

In der Summe wird es deutlich mehr Wohnungsangebote für ältere Menschen geben, die bedarfsgerecht ausgerichtet sind.

Diese Versorgungssicherheit kostet Geld und Menschen sollten selbstbestimmt leben können solange sie keine Selbst- und Fremdgefährdung auslösen.

 

Welche drei Dinge wünschen Sie sich für die Zukunft der Pflege in Deutschland?
  1. Eine angemessene Bezahlung der Menschen , die in der Pflege tätig sind. Viele Pflegekräfte, die in Teilzeit tätig sind, werden im Alter grundsicherungsbedürftig sein. Dies birgt ein hohes Armutsrisiko. Wer in dieser wichtigen Aufgabe tätig ist, sollte auch eine ordentliche Rente erwirtschaften können. Der Beruf muss an Attraktivität gewinnen. Alle Entwicklungen in Richtung Telemedizin, Telekontakt können optimiert werden, aber sie können die Tätigkeit von Menschen nicht ersetzen.
  2. Die Ausweitung von zentrumsnahen barrierefreien Wohneinheiten. Der Mensch ist ein soziales Wesen und will mitten im Leben/Geschehen sein. Sinnvoll wäre die Kooperation von Pflege-Dienstleistern und Wohnbau-Anbietern, um optimierte Quartiere zu schaffen in attraktiven Wohnlagen
  3. Dass die Mitarbeiter/innen der Pflege endlich die Anerkennung für die Arbeit bekommen, die sie verdienen. Das sollte sich u.a. darin ausdrücken, dass der gesetzliche Mindestlohn in der Pflege nicht mehr unter dem einer Tätigkeit einer Reinigungskraft liegt.
Unsere Beratung heißt WohlSorge. Wie klingt das für Sie?

Es klingt sehr warm…nach Menschlichkeit und es macht neugierig. Mir gefällt, dass es soziale Wärme ausstrahlt.

 

Vielen DANK an Frank Kadereit vom WohlSorge-Team!

 

Näheres zu unserer Interview-Reihe finden Sie unter:

WohlSorge trifft! Die Interview-Reihe