Ehe für alle

Ehe für alle ab 01.10.2017

Sehr kurzfristig vor dem Ende der Legislaturperiode hat der Deutsche Bundestag eine Änderung im BGB beschlossen, die die Ehe für alle ermöglicht. Ab dem 1.10.2017 tritt die Änderung des § 1353 BGB in Kraft, der dann lautet: Die Ehe wird von zwei Personen verschiedenen oder gleichen Geschlechts auf Lebenszeit geschlossen.

Ab 01.10.2017 ist der Abschluss der Lebenspartnerschaft nicht mehr möglich

In Zukunft können gleichgeschlechtliche Partner nur noch die Ehe eingehen, der Abschluss einer eingetragenen Lebenspartnerschaft ist ab dem 1.10.17 nicht mehr möglich.

Was passiert mit bestehenden eingetragenen Lebenspartnerschaften?

Schon geschlossene eingetragene Lebenspartnerschaften bleiben als solche bestehen, sie werden nicht automatisch in eine Ehe umgewandelt. Wünschen die Partner dies, so müssen sie gemeinsam auf dem Standesamt erklären, nunmehr eine Ehe auf Lebenszeit führen zu wollen.

Auswirkung auf die Beratung

Für die Beratung hat die Ehe für alle keine Auswirkung. Schon bisher waren Ehegatten und eingetragene Lebenspartner güterrechtlich gesehen gleichgestellt, das ändert sich auch nicht. Wenn Sie in der Beratung auf eine korrekte Bezeichnung Wert legen, so werden ab dem 1.10.17 einheitlich alle, die ab diesem Termin die Ehe schließen, als Ehegatten bezeichnet. Haben Sie Kunden, die seit 2001 bis zum 30.9.17 eine eingetragene Lebenspartnerschaft eingegangen sind, so müssen Sie nachfragen, ob die Partner eine Umwandlung in die Ehe vorgenommen haben, ansonsten bleibt hier die Bezeichnung eingetragener Lebenspartner bestehen.

Erfassung in F.I.N.E.S.S.

In F.I.N.E.S.S. stehen Ihnen bei der Personenerfassung die Attribute verheiratet und Lebenspartnerschaft zur Verfügung. Bei allen ab dem 01.10.2017 geschlossenen Ehe verwenden Sie einheitlich verheiratet. Bei Lebenspartnerschaften die vorher geschlossen worden sind steht Ihnen auch weiterhin das Attribut Lebenspartnerschaft zur Verfügung.

Wesentliche Änderung

Die wesentliche Änderung, die die Möglichkeit der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare bringt, ist die Möglichkeit, jetzt gemeinsam Kinder zu adoptieren. Dies war bislang nicht möglich, da im Adoptionsrecht stets nur von „Ehepaaren“ die Rede war.

Bayern erwägt eine Klage vor dem Bundesverfassungsgericht.

Derzeit werden die Erfolgsaussichten einer solchen Klage geprüft. Unabhängig von einer Klage kann aber ab 1.10.17 die Ehe auch von gleichgeschlechtlichen Paaren eingegangen werden.

 

Rentenbeginn, Rentenabschläge und Zusatzbeiträge

 

Jüngst wurde in einigen Zeitungen (u.a. Handelsblatt v. 1./2./3. September 2017: „Geld verdienen mit der Rente“) auf die Möglichkeit der Zahlung von Zusatzbeiträgen ab einem Alter von 50 Jahren in die gesetzliche Rentenversicherung hingewiesen, um spätere Rentenabschläge auszugleichen. Kunden und deren Beratern ist aber häufig nicht bewusst, wann überhaupt eine vorzeitige Inanspruchnahme möglich ist.

Übersicht Renteneintritt und vorzeitige Inanspruchnahme

Die nachfolgende Übersicht berücksichtigt nicht die Vertrauensschutzregelungen.

Rentenart Altersgrenze Vorzeitige Inanspruch-nahme möglich

Regelaltersrente

(Wartezeit: 5 J.)

Geburtsjahr vor 1947: 65 Jahre

Geburtsjahr 1947-1963: stufenweise Anhebung

Geburtsjahr ab 1964: 67 Jahre

nein
Altersrente für langjährig Versicherte

(Wartezeit: 35 J.)

Geburtsjahr vor 1949: 65 Jahre

Geburtsjahr 1949-1963: stufenweise Anhebung

Geburtsjahr ab 1964: 67 Jahre

ja ab 63

Abschlag von 0,3 % pro Monat, maximal 14,4 %

Altersrente für besonders langjährig Versicherte

(Wartezeit: 45 J.)

Geburtsjahr vor 1953: 63 Jahre

Geburtsjahr 1953-1963: stufenweise Anhebung

Geburtsjahr ab 1964: 65 Jahre

nein
Altersrente für schwerbehinderte Menschen

(Wartezeit: 35 J.)

Geburtsjahr vor 1952: 63 Jahre

Geburtsjahr 1953-1963: stufenweise Anhebung

Geburtsjahr ab 1964: 65 Jahre

ja ab 60 (mit stufenweiser Anhebung)

Abschlag von 0,3 % pro Monat, maximal 10,8 %

Natürlich ist ein Ausgleich von Rentenabschlägen durch Zusatzbeiträge nur bei Arbeitnehmern möglich, die die Voraussetzungen für eine vorgezogene Altersrente mit Abschlägen erfüllen. Andernfalls wird eine entsprechend höhere Rente gezahlt.

Die Deutsche Rentenversicherung weist auf ihrer Homepage darauf hin, dass Versicherte seit dem 1.7.2017 bereits ab dem 50. Lebensjahr von der Rentenversicherung eine Auskunft (Rentenauskunft) anfordern können, welcher Betrag zum Ausgleich von Rentenabschlägen erforderlich ist (vgl. dazu auch § 109 SGB VI).

Ruhestandsplanung mit F.I.N.E.S.S

Eine optimale Ruhestandsplanung erfordert eine professionelle Beratungssoftware. Nicht nur die wirtschaftliche Analyse der Auswirkungen des Todes- und eines eventuellen Pflegefalls können in F.I.N.E.S.S abgebildet werden, sondern auch der (geplante) Renteneintritt und die damit verbundenen wirtschaftlichen Folgen.

Nießbrauch in der Vermögensnachfolge

Nießbrauch: die „Eierlegende Wollmilchsau“ in der Vermögensnachfolge?

Oder: Warum ich ein bekennender Nießbrauchsgegner bin!

Ein Blick in die Vergangenheit:

Der Nießbrauch ist ein uraltes Gestaltungsinstrument. Der Begriff Nießbrauch (Lehnübersetzung des lateinischen ūsus frūctus – Früchtegenuss) taucht erstmals im Jahr 1496 im Berner Ratsmanual auf.

Das Grundmotiv des Nießbrauchs ist von jeher die Versorgung des Berechtigten. Dies hatte in einer Zeit ohne ein vernünftiges und funktionierendes Altersvorsorgesystem sicherlich auch seine Berechtigung. Hinzu kommt, dass das Nießbrauchsrecht in den meisten Fällen zeitlich über einen überschaubaren zeitlichen Rahmen Bestand hatte (geringere Lebenserwartungen als heute).

Wie sieht es heute aus:

Die Übertragung gegen Nießbrauch ist auch heute noch ein beliebtes Gestaltungsinstrument im Rahmen der Vermögensnachfolge. Dabei steht heute in vielen Fällen das Versorgungsmotiv nicht mehr im Vordergrund. Häufig geht es um steuerliche Aspekte und den Zurückbehaltungsanspruch. Dr. Sebastian Spiegelberger (ehem. Notar in Rosenheim) hat das Motiv seiner Kunden anhand einer Mandantenaussage treffend wie folgt beschrieben.

„Herr Doktor es muas was geschehgn aber es derf nix passiern“
(„Es muss was geschehen, aber es darf nichts passieren“)

Aspekte der Nießbrauchgestaltung:

Bei der Übertragung gegen Nießbrauch sind folgende Aspekte zu berücksichtigen und in die Überlegungen mit einzubeziehen.

  • Menschlich–emotionale Aspekte der Beteiligten
  • wirtschaftliche und finanzielle Aspekte
  • rechtliche Aspekte
  • steuerliche Aspekte

Fallbeispiel:

Am nachfolgenden Beispiel (realer Fall aus der Beratungspraxis) möchte ich die oben aufgeführten Aspekte näher durchleuchten:

Max Blaubart (65 Jahre), verheiratet im gesetzlichen Güterstand mit Maria Blaubart (61 Jahre), zwei erwachsene Kinder, Eva (31 Jahre) und Martin (34 Jahre).

Max Blaubart ist Eigentümer eines Mehrfamilienhauses (12 Wohneinheiten) in Freising. Das Objekt hat Max Blaubart im Jahr 2002 aus dem Erbe seines Vaters erhalten. Die Nettomieteinnahmen belaufen sich auf T€ 120 p.a.  Der Verkehrswert des Objektes beläuft sich nach Markteinschätzungen auf 2,7 Mio. €. Die Verwaltung des Objektes tätigt Herrn Max Blaubart selbst.

Max Blaubart überlegt sich aus erbschaftsteuerlichen Gründen das Mehrfamilienhaus bereits zu Lebzeiten an seine beiden Kinder, Eva und Martin zu übertragen. Da er auch weiterhin das Sagen in Bezug auf die Immobilie haben möchte, soll die Übertragung gegen Einräumung eines Vorbehaltsnießbrauchs erfolgen. Ferner möchte er auch nicht vollständig auf die Mieteinnahmen verzichten.
  1. Menschlich-emotionale Aspekte:

    1. Wie sieht das Verhältnis der Kinder untereinander aus?
    2. Wie stehen die Kinder zu dem geplanten Übertragungsobjekt (würden sie es bei freier Entscheidung behalten oder Verkaufen)?
    3. Sind die Kinder bereit und in der Lage, das Objekt selbst zu bewirtschaften?
    4. Wie steht Maria Blaubart zu dem Objekt und zu dem Vorhaben?
    5. Wer kümmert sich um das Objekt, wenn Max Blaubart aus gesundheitlichen Gründen dazu nicht mehr in der Lage ist=
    6. Ist das Objekt heute schon eine Belastung für die Eheleute Max und Maria Blaubart?
    7. Möchte Herr Blaubart, so lange er lebt, die Möglichkeit haben, das Objekt zu veräußern?
    8. Ist man sich bewusst, dass es nicht unrealistisch ist, dass die Kinder erst wenn sie selbst schon das 60. Lebensjahr erreicht haben, über die Immobilie verfügen können?
  2. Wirtschaftliche und finanzielle Aspekte

    1. in welchem Zustand befindet sich das Objekt (anstehende Renovierungs- Modernisierungsarbeiten, Renovierungsstau, usw.)?
    2. Sind noch Finanzierungen vorhanden?
    3. Ist in absehbarer Zeit ein Finanzierungsbedarf vorhanden?
    4. Wie ist die Zukunftsprognose für das Objekt?
    5. Wie hoch ist die Steuerbelastung aus der geplanten Übertragung und können bzw. wollen die Kinder die anfallende Steuer bezahlen?
    6. In welchem Umfang ist die Altersversorgung der Eheleute Max und Maria Blaubart von den Mieteinnahmen abhängig
    7. Ist die Versorgung von Maria nach Übertragung gegen Nießbrauch auch beim Erstversterben von Max gesichert?

      .
  3. Rechtliche Aspekte

    1. Wie wird die Lastenverteilung geregelt?
    2. In welchem Umfang soll die Übertragung gegen Nießbrauch auf spätere erbrechtliche Ansprüche angerechnet werden?
    3. Wie wird sichergestellt, dass es im Falle der Handlungsunfähigkeit eines der Beteiligten zu keinen „Störungen“ kommt? Erforderlich ist die Abstimmung mit den vorhandenen bzw. noch zu erstellenden Vollmachtregelungen der Beteiligten und Berücksichtigung im Innenverhältnis.
    4. Wie wird die Versorgung von Maria Blaubart, die nicht Eigentümerin des Grundstücks ist, sichergestellt?

  4. steuerliche Aspekte

    1. Wie hoch ist der Steuerwert des Mehrfamilienhauses?
    2. Wich hoch ist der Steuerwert des Nießbrauchsrechts?
    3. Welche Erbschaftsteuerliche Belastung ergibt sich hieraus?
    4. Steuerliche Auswirkungen der Übertragung?
      1. Auf den Übergeber
      2. Auf die Übernehmer
      3. Entsteht eine Steuer, wenn der Nießbrauch auf den Ehegatten erweitert wird?
        ..
        Anmerkung:
        Bei dem dargestellten Fall und dem Mehrfamilienhaus handelt es sich um einen realen Fall. Nachfolgend die steuerlichen Ergebnisse:
        ….
        Steuerwert der Immobilien:
        Der Steuerwert des Objektes (Ertragswertverfahren §§ 184 – 189 BewG) beträgt:
        vor Privilegierung:    € 1.696.344nach Privilegierung:  € 1.526.709Wir erinnern uns, der Verkehrswert beträgt 2,7 Mio. Derart hohe Abweichungen Verkehrswert zu Steuerwert sind aktuell aufgrund der hohen Immobilienpreise im Ballungsgebieten nicht die Ausnahme sondern vielmehr die Regel


        Steuerwert des Nießbrauchsrechts – Schenkungsteuer:
        Der Steuerwert des Nießbrauchsrechts beträgt € 1.043.704 (939.337 sind aufgrund der Privilegierung steuerlich abzugsfähig). Aufgrund der Beschränkung des Jahreswertes und dem Zinssatz von 5,5% der für die Abzinsung angewandt wird, ist der Steuerwert unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten deutlich zu gering.

        Die Steuerbelastung je Kind beträgt unter der Voraussetzung, dass die Freibeträge nicht ausgenutzt sind, € 5.071- (zusammen somit € 10.142,-)

        Vermeintlicher steuerlicher Vorteil:
        Eine Übertragung ohne Gegenleistung, z.B. im Rahmen eines Erbfalls an die beiden Kinder, würde eine Erbschaftsteuerbelastung von je € 54.503 (€ 109.006) nach sich ziehen. Rechnerisch gesehen ergibt sich hieraus ein Steuervorteil von € 98.864. Eine stolze Steuerersparnis. Zu berücksichtigen sind die Kosten für die Übertragung (Notar und Grundbuch) in unserem Fall liegen die Kosten bei ca. 14.000 €.Aber womit erkaufe ich mir diesen Steuervorteil von bereinigt ca. 85.000 €, was ist also die Kehrseite der Medaille?

  5. Die Kontras des Nießbrauchs:

    1. Max Blaubart kann nicht mehr frei über das Mehrfamilienhaus verfügen. Eigentümer sind seine beiden Kinder zu gleichen Teilen. Also ist ein Verkauf durch Max, wenn z.B. die Einnahmen nicht ausreichen sollten, nicht mehr möglich.
    2. Die gesetzliche Lastenverteilung führt bei den Kindern in Bezug auf anstehende außergewöhnliche Modernisierungs- und Renovierungsarbeiten zu einem Werbungskostenleerlauf.
    3. Bei Nettonießbrauch, d.h. der Nießbraucher übernimmt auch die außergewöhnlichen Erhaltungsaufwendungen, können diese bei Durchführung eine aufschiebend bedingte Zuwendung (Schenkung) darstellen. Dies könnte eine weitere Steuerbelastung nach sich ziehen.
    4. Eine Fremdfinanzierung von Modernisierungsmaßnahmen ist nur möglich, wenn seitens des Nießbrauchsberechtigten ein Rangrücktritt erfolgt.
    5. Generell wird unter Berücksichtigung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie die Finanzierung von Objekten mit Nießbrauchsvorbehalt sowohl für den Nießbrauchsberechtigten wie auch für den Eigentümer problematisch sein.
    6. Die Beteiligten werden im Regelfall über Jahrzehnte förmlich aneinander gekettet. Gemäß den aktuellen Sterbetafeln beträgt die „Restlebenserwartung“ eines 65-jährigen Mannes 18, die einer 61-jährigen Frau fast 25 Jahre.
    7. Die Eigentümer lernen nicht frühzeitig, Verantwortung für den übertragenen Grundbesitz zu übernehmen.
    8. Betrachtet man sich Objekte, die in der Vergangenheit gegen Nießbrauch übertragen wurden, stellt man häufig einen erheblichen Renovierungsstau fest. Die Gründe hierfür:
      1. Der Eigentümer hat kein Interesse, da er keine Einnahmen hat und die Aufwendungen steuerlich nicht absetzen kann.
      2. Dem Nießbraucher reichen die Erträge so, wie sie sind, bzw. er ist nicht bereit und gewillt zu investieren.
    9. Ist die Altersversorgung des Übergebers auch ohne Nießbrauch sichergestellt, wird mit den Mieteneinnahmen zusätzliches Vermögen aufgebaut, was im Ergebnis im Erbfall die vermeintliche Erbschaftsteuerersparnis konterkariert.
    10. Wird der Nießbraucher handlungsunfähig und sind keine oder ungenügende Vertretungsregelungen vorhanden, kann dies zu unerwünschten Konsequenzen (Wahrnehmung der Rechte durch einen Betreuer, usw.) führen. Gleiches gilt für eine später eintretende Sozialhilfebedürftigkeit des Nießbrauchers (Überleitung von Rechten).
    11. Wird im Rahmen der Übertragung gegen Vorbehaltsnießbrauch keine eindeutige Wertfeststellung und Anrechnungsbestimmung getroffen und diese mit den erbrechtlichen Regelungen abgestimmt, kann dies im Erbfall erhebliche Probleme nach sich ziehen.

Wie soll also mit dem Wunsch nach einer Übertragung gegen Nießbrauch umgegangen werden?

Die Übertragung gegen Vorbehaltsnießbrauch bedarf einer intensiven Beschäftigung mit den o.g. Aspekten (Anamnese).

Die menschlichen und emotionalen Aspekte sollten auch mit den Beschenkten erläutert werden.

Die finanziellen und wirtschaftlichen Aspekte sind in einer objektspezifischen Betrachtung in Bezug auf das Übertragungsobjekt zu beurteilen.

Im Rahmen einer Finanz- und Vermögensnachfolgeplanung ist der Versorgungsstatus in den jeweiligen Lebensphasen und für die Hinterbliebenenversorgung zu ermitteln (Diagnose).

Auf der Grundlage der gewonnenen Erkenntnisse und Informationen können die darauf aufbauenden Entscheidungen getroffen werden (Therapie).

Alternative Gestaltungsmöglichkeiten:

Neben der Übertragung gegen Vorbehaltsnießbrauch sollten auch andere Gestaltungsalternativen geprüft werden. Dies könnten z.B. sein:

  • Übertragung gegen Rentenzahlung
  • Übertragung gegen Abstandszahlung
  • Gründung und Einbringung in eine Familiengesellschaft und anschließende Anteilsübertragung
  • Verkauf der Immobilie und Teilübertragung des Verkaufserlöses (ggf. erst übertragen und dann gemeinschaftlich verkaufen)
  • Nichts tun – und alles beim Altern belassen.

Wurde wie oben beschrieben vorgegangen, hat der Klient auch den erforderlichen Kenntnisstand, um eine Entscheidung in Bezug auf die vorgeschlagenen alternativen Gestaltungsmöglichkeiten treffen zu können.

Zusammenfassung:

Leider ist es bedauerlicher Weise der Regelfall, das Klienten von ihren Beratern zu Rechtsanwälten, Notaren und Steuerberatern verwiesen werden bevor die Rahmenbedingungen erarbeitet und die Möglichkeiten der finanziellen und wirtschaftlichen Vorsorge geregelt und ausgeschöpft sind.

In den meisten Fällen, in denen ich im Rahmen der Vermögensnachfolgeplanung mit bereits vollzogenen Übertragungen gegen Nießbrauch konfrontiert wurde, musste ich feststellen, dass die Nießbraucher (als früherer Eigentümer und Schenker) sich der Tragweite der Übertragung nicht bewusst waren. Überwiegend lag ein steuerliches Motiv für die Übertragung vor. Nicht selten bekomme ich zu hören:  „wenn ich das gewusst hätte, hätte ich keinesfalls übertragen“.

In den Fällen, in denen ich aktiv in die Vermögensnachfolgeplanung eingebunden bin und auf der Grundlage der Beratung Vorschläge für Gestaltungen ausarbeite, erfahre ich höchste Dankbarkeit für die Darstellung von Handlungsalternativen und der Gegenüberstellung dieser.

Entscheidungsrelevant sind überwiegend die menschlichen, emotionalen und finanziellen Aspekte.

Es gilt auch hier unser Leitsatz:

Die finanzielle Vorsorge ist die Grundlage der rechtlichen und steuerlichen Gestaltungen. Nur über das, was vorhanden ist, können auch Regelungen erstellt werden.

Nutzen Sie die Möglichkeiten und Chancen, die in einer an den Vorstellungen des Kunden orientierten, finanziell und rechtlich abgestimmten Vorsorge für den Erlebens- und Todesfall liegen. Ihr Kunden werden es Ihnen danken und der finanzielle Erfolg ist Ihnen sicher.

Um Beratungen auf dem dargestellten Niveau effizient durchführen zu können, sind neben dem erforderlichen Fachwissen auch die dafür richtige Methodik und professionelle Beratungsinstrumente erforderlich. Das GeNe Estate Planner Studium und das Beratungssystem F.I.N.E.S.S. beinhaltet alles, was Sie für eine erfolgreiche Beratung benötigen.

Haben Sie Interesse an einem Workshop:

Vermögensnachfolge effizient, kundenorientiert und ertragreich gestalten?

Dann schenken Sie mir ein paar Minuten Ihrer Zeit und nehmen an der Umfrage teil.

Herzlichen Dank

Ihr Heinz Angermair

 

Fakten: Estate Planning – Generationenberatung

Fakten: Estate Planning – Generationenberatung:

Estate Planning und Generationenberatung ist nichts Neues. Derzeit ist zu beobachten, dass aufgrund der demografischen Entwicklung und der digitalen Transformation Estate Planning / Generationenberatung wieder vermehrt im Fokus stehen. Zielsetzung ist die Kundenbindung über Generationen und die Erschließung der Potenziale in Verbindung der demografischen Entwicklungen. Nachfolgend 14 Fakten die Ihnen aufzeigen, wann, wie und warum sich Estate Planning – Generationenberatung lohnt. Eine Betrachtung aus 20 Jahren Erfahrung im Estate Planning – Generationenberatung.

Fakten:


  1. Ein Großteil der vermögenden Privatkunden wird in der Ruhestandsphase bei Beibehaltung des Lebensstandards Vermögensverzehr vornehmen. Dies erfordert eine vorausschauende Planung und Gestaltung des Vermögensverzehrs und die Berücksichtigung bei Vertretungsregelungen.

  2. Versorgungslücken bei vermögenden Kunden ergeben sich in vielen Fällen erst im Pflegefall oder bei der Hinterbliebenenabsicherung. Dies erfordert, dass für die unterschiedlichen Phasen der Pflege der Liquiditätsbedarf ermittelt und zur Verfügung gestellt wird.

  3. Bei der Hinterbliebenenabsicherung werden in den aller meisten Fällen die wirtschaftlichen Auswirkungen des Erbfalls nicht oder unzureichend berücksichtigt. Eine erbrechtliche Regelung muss sicherstellen, dass der Hinterbliebenen ausreichend abgesichert ist. Dies erfordert im Vorfeld die Definition der Versorgungsparameter sowie die Analyse der wirtschaftlichen Auswirkungen einer vorhanden oder geplanten erbrechtlichen Regelung durch einen Estate Planner / Generationenberater.

  4. Eine Abstimmung der finanziellen Vorsorge und der rechtlichen Vorsorge findet nicht statt, dies hat zur Folge, dass das für Notfälle vorgesehene Vermögen bzw. die Liquidität nicht im Sinne des Inhabers eingesetzt wird.

  5. Grundlage für die rechtliche Vorsorge für den Erlebens- und Todesfall ist die finanzielle Vorsorge für den Todes- und Erlebensfall. Nur über das was vorhanden ist, können auch Regelungen erstellt werden.

  6. Das Gro der erbrechtlichen Regelungen entspricht nicht den Vorstellungen des künftigen Erblassers (Emnid = 95% der Privatpersonen sind mit den finanziellen Konsequenzen ihrer erbrechtlichen Regelung nicht einverstanden). Dies erfordert, dass die Planung der Vermögensfolge bei den Vorstellungen des Kunden beginnt und von der wirtschaftlichen Seite analysiert wird. Die Thematisierung, Priorisierung und Quantifizierung der Vorstellungen sowie die Analyse der wirtschaftlichen Aspekte der Vermögensnachfolge erfolgt in einem strukturierten Beratungsprozess durch einen Estate Planner / Generationenberater. Darauf aufbauend erfolgt die rechtliche und steuerliche Gestaltung durch Rechtsanwälte, Notare und Steuerberater.

  7. Die Mehrzahl der Vertretungsregelungen in Form von Bankvollmachten, Vorsorgevollmachten, etc. sind nicht abgestimmt, konkrete Anweisungen für das Handeln des Vertreters sind nicht vorhanden. Dies stellt dem Kunden, den Vertreter und den Finanzdienstleister gleichermaßen vor unangenehme Problemstellungen. Estate Planning / Generationenberatung unterstützt die Kunden bei der Zielsetzung:

    Ich möchte, dass eine von mir bestimmte Person in meinem Sinne handelt, wenn ich dazu nicht mehr in der Lage bin.

    Diese Überlegungen sind die Grundlage der finanziellen und rechtlichen Gestaltung und gleichzeitig hilfreiche Handlungsanweisungen an den Vertreter.


  8. Finanz- und Vorsorgeprodukte sind richtig eingesetzt gleichberechtigte Gestaltungsinstrumente.

  9. Estate Planning – Generationenberatung schafft eine an den Zielen und Wünschen des Kunden abgestimmte finanzielle und rechtliche Vorsorge für den Todes- und den Erlebensfall. Voraussetzung ist ein methodisches, strukturiertes und koordiniertes Vorgehen auch im Beraternetzwerk.

  10. Die Geschäftspotenziale im Estate Planning / Generationenberatung können nur ausgeschöpft werden, wenn dem Kunden für die Phasen:
    Rente
    Pflege
    Tod – inkl. Hinterbliebenenabsicherung
    der Versorgungsstatus aufgezeigt wird und konkrete Handlungsalternativen zur Zielerreichung dargelegt werden.


  11. Kunden wünschen sich in komplexen Sachverhalten auch in Zukunft die Unterstützung von kompetenten Beratern (Bain Company) Standardisierte Sachverhalte werden vor allem von vermögenden Kunden zunehmend online abgewickelt. Estate Planning / Generationenberatung sichert in Zeiten der digitalen Transformation die Kundenbindung über Generationen

  12. Der Kundenbedarf ist immens – der Markt muss strukturiert bearbeitet werden.

  13. Die Ertragspotenziale liegen in einem Beratungshonorar und Erlösen die sich aus der finanziellen Vorsorge für den Erlebens- und Todesfall ergeben.

  14. Estate Planning / Generationenberatung lohnt sich – allerdings nur als Beratungs- und nicht als Servicethema.

Unser Angebot – Ihr Mehrwert:

Konzepte für die erfolgreiche Implementierung
Fach- und Methodenkompetenz für Berater
Beratungs- und Methodeninstrumente
professionelle Beratungssoftware F.I.N.E.S.S.
Nur wenn alles aufeinander abgestimmt ist und zusammenpasst ist Ihr Erfolg gewährleistet.

 

Estate Planning – Live erleben

Sie möchten Estate Planning – Generationenberatung live erleben. Besuchen Sie unseren Workshop:

„Wie Sie Estate Planning / Generationenberatung zum Ertragsbringer machen“ am 22.03. in München und am 12.04. in Frankfurt

Ihr

Heinz Angermair

 

 

Wie Estate Planning – Generationenmanagement zum Ertragsbringer wird

Wie Estate Planning – Generationenmanagement zum Ertragsbringer wird!

Diese Frage steht im Mittelpunkt unseres Workshops den wir im Rahmen unserer Estate Planner Tage in der Region 2017 am:

22.03.2017 in München
12.04.2017 in Frankfurt

anbieten.

Wirtschaftlicher Erfolg und Rechtssicherheit stehen im engen Zusammenhang

Die Frage, „Wie Ihr Estate Planning – Generationenmanagement zum Ertragsbringer wird, ist auch sehr eng verbunden mit der Fragestellung, wie gestalte ich mein Estate Planning – Generationenmanagement rechtssicher?

Nur wenn der Kunde mit seinen Vorstellungen und die wirtschaftlichen Aspekte im Mittelpunkt stehen, wird Estate Planning – Generationenmanagement rechtssicher und wirtschaftlich erfolgreich betrieben werden können.

Hierzu benötigen Sie die richtigen Methoden und Beratungstechnologien. Beides, auf einander abgestimmt und praxisbewährt können wir Ihnen bieten.

Darauf können Sie sich freuen:

Wir zeigen Ihnen in unserem Workshop: „Wie Estate Planning zum Ertragsbringer wird!“ auf, wie Sie:

  • Estate Planning – Generationenmanagement richtig positionieren
  • die richtigen Beratungsschwerpunkte definieren
  • mit den richtigen Methoden Ihre Kunden überzeugen
  • mit unserer Beratungssoftware F.I.N.E.S.S. effizient und rechtssicher Estate Planning – Generationenmanagement durchführen können
  • die Ertragspotenziale, die in Estate Planning – Generationenberatung liegen definieren und für sich nutzen
  • F.I.N.E.S.S. in der Zusammenarbeit mit Netzwerkpartnern, wie z.B. Steuerberater, Rechtsanwälte und Notare unterstützt und besser positioniert.

Wir zeigen Ihnen reale Erfolgsmodelle:

Es erwarten Sie keine theoretischen Modelle. Sie erleben reale Erfolgsmodelle aus der Praxis. Entscheidungsträger erhalten eine Schritt für Schritt Beschreibung nach der Sie Ihr Estate Planning – Generationenmanagement auf den Prüfstand stellen können, zum Ertragsbringer machen und Ihre Kunden begeistern!

Estate Planner Tage in der Region 2017 – Programm & Anmeldung

Entscheidungen im Kontext betrachten

Entscheidungen im Kontext ihrer Entstehung zu betrachten ist in der WohlSorge-Beratung unverzichtbar.

Wer kennt das nicht:

Ein neuer Mandant kommt und Sie können ihn für eine umfassende Beratung begeistern und gewinnen. Sie machen sich ein transparentes Bild der Motivlage (Ziele und Wünsche), das Vermögen ist Ihnen vollständig bekannt und auch die Liquiditätssituation ist offen gelegt.

Es gibt bereits Regelungen rechtlicher, steuerlicher und finanziell-wirtschaftlicher Natur, die für die weitere Planung eine Bedeutung haben und berücksichtigt werden müssen.  Eine Regelung davon ist aus aktueller Sicht der Dinge offenkundig nachteilig für den Mandanten und nicht nachvollziehbar. Der Mandant ist vielleicht nicht gut auf den damaligen Berater zu sprechen, der diese Regelung in Gang gesetzt hat. Der Kontext der seinerzeit getroffenen Entscheidung ist nicht bekannt.

In der Welt ist es sehr selten mit dem Entweder-Oder getan.

(Johann Wolfgang von Goethe)

Methoden- und Kommunkationskompetenz sind in der WohlSorge-Beratung bedeutende Erfolgsfaktoren. Es gilt dabei, bestehende Regelungen, Vermögens- und Liquiditätsstrukturen zu hinterfragen und nicht gemeinsam mit dem Mandanten gegen vorherige Berater zu wettern.

Die Entscheidungsbasis ist eventuell noch nicht vollständig gegeben, weil Ihnen nur Teilaspekte des Ganzen bekannt sind und wichtige Ergänzungen  wie z.B. Protokoll-Anlagen fehlen. Wenn Sie nicht die vollständigen Informationen zu einer getroffenen Entscheidung kennen, können Sie auch nicht beurteilen, warum dieser Weg beschritten wurde. Gründe der Entscheidung können z.B. im Umfeld des Mandanten, der damaligen Vermögensstruktur, steuerlich/rechtlichen Aspekten und der damaligen Lebenssituation liegen.

Jeder von uns kennt solche Beispiele aus Presse, Rundfunk und Versammlungen. Ein aus dem Kontext gerissener Aspekt wird gezeigt, der Entscheidungsweg dahinter bleibt verborgen. Das Ergebnis ist ein Zerrbild der Wirklichkeit.

Kompetente Berater in der WohlSorge, Estate Planning, Generationenberatung müssen viele Fragen stellen, um den Mandanten zu verstehen. Der Zeitaufwand lohnt sich immer, denn wer zu Beginn viel Zeit investiert, spart am Ende Zeit, wenn der Gesamt-Kontext  transparent ist. Die Dokumentation des Bildes, das sich daraus ergibt, sollte Teil des Beratungsprozesses sein. Sonst sind unter Umständen Sie in einigen Jahren der BeraterIn, der die „falsche“ Entscheidung in die Wege geleitet hat.

 

WohlSorge-Beratung ist wirtschaftlich erfolgreich mit fachlicher, methodischer Vorgehensweise und der konkreten Quantifizierung der Kundensituation durch Einsatz der Beratungssoftware F.I.N.E.S.S.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg mit den richtigen Fragen!

Besuchen Sie unsere Estate Planner Tage in der Region 2017, bleiben Sie fachlich fit und machen Sie Ihr Estate Planning/Generationenmanagement zum Ertragsbringer.

Informationen zu Programm und Inhalten:

 

Der Einsatz von Beratungssoftware kann unerlaubte Rechtsberatung verhindern!

Estate Planning – Was ist erlaubt!

Von Teilnehmern der VEPD e.V. Estate Planner Tage am 25.-26.11.2016 wurden wir in Bezug auf den Einsatz einer Beratungssoftware im Kontext des Rechtsdienstleistungsgesetzes kontaktiert. Die Podiumsdiskussion „Haftungsrisiken im Estate Planning“ hat offenbar zu einer erheblichen Verunsicherung geführt. Dabei ging es auch um die Fragestellung, ab wann die Grenzen des RDG überschritten sind und ob der Einsatz einer Beratungssoftware im Rahmen des Estate Planning nicht per se schon einen Verstoß gegen das Rechtsdienstleistungsgesetz (RDG) darstellt.

Die nachfolgenden Ausführungen sollen zur Klarstellung dienen und Ihnen als Estate Planner auch die notwendige Sicherheit vermitteln, die Sie für Ihre Berufsausübung benötigen.

Estate Planning durch Finanzdienstleister:

Estate Planning durch Finanzdienstleister findet im Rahmen der Regelung des § 5 RDG im Zusammenhang mit einer anderen Tätigkeit statt. § 5 Abs. 1 RDG besagt:

„Erlaubt sind Rechtsdienstleistungen im Zusammenhang mit einer anderen Tätigkeit, wenn Sie als Nebenleistung zum Berufs- oder Tätigkeitsbild gehören. Ob eine Nebenleistung vorliegt, ist nach ihrem Inhalt, Umfang und sachlichen Zusammenhang mit der Haupttätigkeit unter Berücksichtigung der Rechtskenntnisse zu beurteilen, die für die Haupttätigkeit erforderlich sind.“

Beratungsdienstleistung Estate Planning:

Auszug aus unserem Beratungsvertrag:

…..Analyse der wirtschaftlichen Auswirkungen einer Vermögensnachfolge für den Todes- und Erlebensfall….

Beratungssoftware F.I.N.E.S.S.

Rechtliche und steuerliche Berechnungen, die im Rahmen einer F.I.N.E.S.S. – Beratung durchgeführt werden, erfolgen ausschließlich um die wirtschaftlichen Auswirkungen der Vermögensnachfolge im Erlebens- und Todesfall umfänglich darzustellen. Dazu gehören u.a. folgende Fragestellungen:

  • Ist ausreichend Liquidität vorhanden um entstehende Liquiditätsbelastungen im Erbfall bedienen zu können?
  • Ist das Nachlassvermögen teilbar?
  • Sind Ausgleichszahlungen im Rahmen der Erbauseinandersetzung finanzierbar?
  • Ist die Hinterbliebenenabsicherung sichergestellt?

Dass diese Vorgehensweise als erlaubt eingestuft wird, zeigt Krenzler in seinem Kommentar* zum § 5 Abs. 1 RDG, S. 120, RZ 46:

Eine ordnungsgemäße Anlageberatung oder Vermögensverwaltung kann und muss ggf. auch auf eine Vermögens- oder Unternehmensnachfolge Bedacht nehmen. In diesem Zusammenhang gehört es zu den erlaubnisfreien Rechtsdienst-Nebenleistungen des Beraters bzw. Verwalters, seinen Auftraggeber über die gesetzliche Erbfolge in seinem konkreten Fall zu unterrichten, ihn nach seinen Vorstellungen zu möglichen Nachfolgeregelungen zu fragen und ihm die zivil- und steuerrechtlichen Folgen der jeweiligen Regelung darzustellen. Erlaubt sind auch noch Hinweise auf und Erläuterungen zu in Betracht kommenden Alternativen, wie z.B. die Umwandlung eines Unternehmens in eine bestimmte Gesellschaftsform oder seine Einbringung in eine zu errichtende Stiftung. Darüber hinaus gehende Tätigkeiten, wie z.B. die Konzipierung der Unternehmensumwandlung und ihre Umsetzung, der Entwurf von Testamenten oder auch die Ausarbeitung einer Stiftungssatzung, hätten dagegen im Verhältnis zur Haupttätigkeit keine dienende Funktion mehr, sondern stellten vom Inhalt und Umfang her eine eigene Haupttätigkeit dar, die wegen ihrer Komplexität den hierfür qualifizierten Berufen, als den Rechtsanwälten oder Steuerberatern und Wirtschaftsprüfern, vorbehalten ist.

*Krenzler (Hrsg.): Rechtsdienstleistungsgesetz, Nomos Verlag 2009, ISBN-13: 978-3832929343; Neuauflage für Februar 2017 geplant

Fazit:

Wird die Beratungsdienstleistung Estate Planning richtig beschrieben und durchgeführt und stehen die wirtschaftlichen – finanziellen Aspekte im Mittelpunkt der Beratung, kann Estate Planning rechtskonform i.S.d. § 5 RDG durchgeführt werden. Gerade der Einsatz einer Beratungssoftware wie F.I.N.E.S.S. dokumentiert die wirtschaftliche Fokussierung. Wenn Sie Estate Planning durchführen und F.I.N.E.S.S so einsetzen wie oben beschrieben, besteht kein Grund zur Besorgnis.

Besuchen Sie unsere Estate Planner Tage in der Region am 21.-22.03. in München und am 11.-12.04.2017 in Frankfurt. Am ersten Tag erwartet Sie das bewährte Fachseminar von Dipl. Volkswirt Holger Hille, am zweiten Tag der Workshop „Wie Estate Planning zum Ertragsbringer wird!“. In dem Workshop geht es auch um die richtige Positionierung von Estate Planning.

Programm – Anmeldung Estate Planner Tage in der Region 2017

Ich freue mich auf einen regen Austausch mit Ihnen. Gerne stehe ich Ihnen für weiterführende Gespräche gerne zur Verfügung.

Heinz Angermair

Estate Planner Tage in der Region 2017

kompakt – praxisnah – kompetent

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 Die Themenschwerpunkte:

Fachliches Fresh-up für die Beratungspraxis & wirtschaftlicher Erfolg im Estate Planning – Generationenmanagement! Das sind die Themenschwerpunkte der GeNe Estate Planner Tage in der Region 2017, die als 2tägiges Praxisseminar stattfinden.

Anmeldung – Programm

Tag 1: Aktuelle Fachkompetenz – ein Muss für alle Berater

Fachlich auf dem Laufenden zu bleiben, das ist die Herausforderung für Sie als Berater. Wir tun das unsere dazu und bereiten für Sie in bewährter Art und Weise Neuerungen aus dem Zivil- und Steuerrecht und praxisrelevante Beratungsthemen auf.

Kompakt – praxisnah und kompetent.

Zielgruppe:
Estate Planner, Financial Planner, Generationenberater, Ruhestandsplaner

Weitere Informationen und Programminhalte:

Tag 2: Wie Estate Planning – Generationenmanagement zum Ertragsbringer wird!

Die Kunden sind begeistert – der wirtschaftliche Erfolg bleibt aus! Was tun?

Estate Planning – Generationenmanagement sind Beratungsdienstleistungen die wie kaum andere den Zeitgeist treffen. Dennoch gelingt es nur wenigen Anbietern Estate Planning – Generationenmanagement wirtschaftlich erfolgreich zu etablieren.

Erfahren Sie, wie Sie Ihr Estate Planning – Generationenmanagement zum Ertragsbringer machen. Es erwarten Sie keine theoretischen Modelle. Sie erleben reale Erfolgsmodelle aus der Praxis. Sie erhalten eine Schritt für Schritt Beschreibung nach der Sie Ihr Estate Planning – Generationenmanagement auf den Prüfstand stellen können und zum Ertragsbringer machen und Ihre Kunden begeistern!

Zielgruppe:
Der Workshop richtet sich an Führungskräfte aus den Bereichen Private Banking, Individualkunden, Firmenkunden und Berater im Estate Planning, Generationenmanagement, Ruhestandsplanung

Weitere Informationen und Programminhalte:

Termine:

München: 21.03. – 22.03.2017
Frankfurt: 11.04. – 12.04.2017

Kosten:

Komplettbuchung:
Fachseminar & Workshop: 750 € zzgl. gesetzlicher MwSt.

Einzelbuchung:
Fachseminar: 400 € zzgl. gesetzlicher MwSt.
Workshop: 400 € zzgl. gesetzlicher MwSt.

Für alle bis 31.12.2016 eingehenden Buchungen gewähren wir einen Frühbucherrabatt von 10%.

Zimmerkontingent:

In den Veranstaltungshotels steht Zimmerabrufkontingent zur Verfügung.

Weitere Informationen und Programminhalte:

Wir freuen uns auf Sie.

Ihr Heinz Angermair

 

Die rechtliche Gestaltung folgt der wirtschaftlichen und finanziellen

Die rechtlichen und steuerlichen Gestaltungen folgen der wirtschaftlichen und finanziellen Vorsorge.

Beispiel Vertretungsregelung:

Ein Blick ins Betreuungsrecht:

Übernimmt ein Betreuer sein Amt und umfasst dieses auch die Vermögenssorge, ist der Betreuer verpflichtet, gem. § 1802 BGB ein Vermögensverzeichnis zu erstellen.

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Das Vermögensverzeichnis beinhaltet nicht nur die Vermögensgegenstände (Aktiva) und die Verbindlichkeiten (Passiva), sondern auch die Einnahmen und Ausgaben des Betreuten. In einigen Bundesländern, z.B. in Nordrhein-Westfahlen werden zusätzlich Schenkungen die in den letzten 10 Jahren erfolgt sind und Angaben zu den Angehörigen abgefragt.

Eine durchaus sinnvolle Regelung – muss sich doch der Betreuer einen umfassenden Überblick verschaffen.

Bei einer Vollmachtregelung in Form einer Vorsorgevollmacht oder Generalvollmacht besteht eine derartige Verpflichtung für den Bevollmächtigten nicht.

Empfehlung:

Rechtsanwalt Eberhardt Rott hat in seinem Vortrag im Rahmen der Jahrestagung des VorsorgeAnwalt e.V. u.a. empfohlen:

  • Ein Vermögensverzeichnis zum Zeitpunkt der Erstellung der Vollmacht anzufertigen
  • Ein Vermögensverzeichnis zum Zeitpunkt der Übernahme der Vertretung durch den Bevollmächtigten zu erstellen.

Die Empfehlung ist absolut nachvollziehbar. Zusammen mit den persönlichen Vorstellungen gibt das Vermögensverzeichnis Auskunft darüber, was darstellbar ist und welche Aufgaben auf dem Bevollmächtigen zu kommen. Für die Rechenschaft, sei es gegenüber dem Vollmachtgeber oder später gegenüber den Erben, ist ein Vermögensverzeichnis zusammen mit konkreten Anweisungen im Innverhältnis elementar.

Verkehrte Welt:

Warum übernehmen wir als Berater, die sich aus der finanziellen und wirtschaftlichen Perspektive mit den Themen der Vorsorge- und Vermögensnachfolge beschäftigen nicht die Erstellung „des Vermögensverzeichnisses“?

Nur über das was vorhanden ist, kann auch eine Regelung erstellt werden. Somit ist eine Vermögens- und Liquiditätsbilanz der Anfang jeder Planung und Gestaltung.

Die hierdurch gewonnenen Informationen sind nicht nur die Grundlage für die Erstellung von Vertretungsregelungen und erbrechtlichen Regelungen sondern auch die Basis für die Schaffung einer altersgerechten Vermögens- und Liquiditätsstruktur. Damit auch die Grundlage des wirtschaftlichen Erfolgs.

„Die rechtliche Gestaltung folgt der wirtschaftlichen und finanziellen Vorsorge“

Zielsetzung ist eine finanziell und rechtlich abgestimmte Vorsorge für den Erlebens- und Todesfall

Erfolg erfordert Professionalität:

Ist es der Anspruch mit „Generationenberatung / Estate Planning“ wirtschaftlichen Erfolg zu generieren, müssen die finanziellen und wirtschaftlichen Aspekte der Schwerpunkt der eigenen Leistung sein. Das geht nur, wenn das erforderliche Datenmaterial auch richtig verarbeitet wird und den Kunden aussagekräftige Ergebnisse präsentiert werden können.

Dies erfordert eine professionelle Beratungstechnologie.

Unsere Beratungssoftware „F.I.N.E.S.S“ beinhaltet alles, was Sie hierzu benötigen, u.a.:

  • Familienstammbau
  • Vermögensbilanz
  • Liquiditätsbilanz
  • Vollzogene und erhaltene Schenkungen
  • Versorgungsstatus inkl. Hinterbliebenenabsicherung
  • Erbfallstatus

überzeugen Sie sich selbst.

Mit unserer Pilotlizenz können Sie F.I.N.E.S.S. 6 Monate lang mit den vollen Funktionsumfang auf „Herz und Nieren“ testen.

Pflegestärkungsgesetz

Pflegestärkungsgesetz:

Zum 01.01.2017 wird die Systematik in der Pflegeversicherung auf einen Schlag umgestellt. Die bisherige Einstufung in Pflegestufen wurde letztendlich an körperlichen Gebrechen festgemacht. Die Unterstützung für hilfsbedürftige mit geistigen Problemen wie Demenz war unzureichend.

Die Kernpunkte im Überblick:

Umstellung von Pflegestufen auf Pflegegrade:

Im aktuellen System gibt es drei Pflegestufen. Maßstab für die Einstufung in eine Pflegestufe ist ein in Minuten gemessener Hilfebedarf. Hierbei erfolgt die Orientierung alleine an körperlichen Einschränkungen.

Ab 01.01.2017 wird es fünf Pflegegrade geben. Es ist unerheblich, ob die Selbständigkeit aufgrund von körperlichen oder psychischen Einschränkungen beeinträchtigt ist. Entscheidend ist, ob die Person die jeweiligen Tätigkeiten durchführen kann oder nicht. Der Pflegegrad wird in einem neuen Begutachtungsverfahren ermittelt, welches auch die kognitiven Fähigkeiten, Verhaltensweisen und die Möglichkeiten zur Gestaltung des Alltags in den Blick nimmt.

In die Beurteilung fließt auch mit ein, ob sich der Betroffene räumlich und zeitlich orientieren kann und Risiken und Gefahren erkennt.

Der Pflegegrad wird durch ein Punktesystem festgelegt. Je höher der Grad, desto umfangreicher die Leistungen.

Pflegegrad I Geringe Beeinträchtigung der Selbständigkeit
Pflegegrad II Erhebliche Beeinträchtigung der Selbständigkeit
Pflegegrad III Schwere Beeinträchtigung der Selbständigkeit
Pflegegrad IV Schwerste Beeinträchtigung der Selbständigkeit
Pflegegrad V Schwerste Beeinträchtigung der Selbständigkeit

Automatische Überführung ins neue System:

Die aktuell ca. drei Millionen Versicherten, die bereits Leistungen aus der Pflegeversicherung erhalten, werden automatisch in das neue System überführt. Durch die Umstellung soll keinem Pflegebedürftigen ein Nachteil entstehen.

Pflegebedürftige mit ausschließlich körperlichen Einschränkungen erhalten anstelle der bisherige Pflegestufe den nächsthöheren Pflegegrad.

Pflegebedürfte mit Demenz werden stets zwei Pflegegrade höher eingestuft.

Die Leistungen in Euro pro Monat:

Pflegegrad

Geldleistung

ambulant

Sachleistung

ambulant

Entlastungsbetrag
ambulant (zweckgebunden)

Leistungsbetrag
vollstationär

I    

125

125

II

316

689

125

770

III

545

1298

125

1262

IV

728

1612

125

1775

V

901

1995

125

2005

Die Leistungen aus der gesetzlichen Pflegeversicherung werden vor allem für Pflegebedürftige mit kognitiven Einschränkungen eine Verbesserung bringen. Bedürftige mit schweren körperlichen Einschränkungen werden nach dem neuen System nach Einschätzung von Experten eher schlechter gestellt werden. Bei vorhandenen körperlichen Einschränkungen wird aktuell die Empfehlung ausgesprochen, den Antrag auf Einstufung in eine Pflegestufe noch in 2016 zu stellen, dann gelte noch altes Recht.

Interessant wird noch sein, wie sich die Pflegekosten entwickeln. Erst, wenn dies absehbar ist, wird sich die finanzielle Konsequenz beurteilen lassen. Der Vorstand des Kassen-Spitzenverbandes Gernot Kiefer geht davon aus, dass durch die Umstellung in 2017 200.000 Menschen zusätzlich Anspruch aus Leistungen aus der Pflegeversicherung haben werden. Wie die Personalbeschaffung erfolgen soll, ist aufgrund des herrschenden Personalmangels in den Pflegeberufen unklar.

Exkurs – Private Pflegezusatzversicherungen:

Von den Anbietern von Privaten Pflegezusatzversicherungen haben sich bisher die wenigsten Anbieter schon konkret festgelegt, wie die bestehenden Verträge in Bezug auf die Einstufung angepasst werden.

Pflegeaspekt in der WohlSorge Beratung:

In der WohlSorge Beratung werden die Themen Alter und Pflege und die damit einhergehenden Auswirkungen auf die Liquidität beleuchtet. Die Veränderungen in der gesetzlichen Pflegeversicherung fließen hier mit ein. Neben den finanziellen Aspekten der Pflege, sollte im Rahmen von Vorsorgevollmachten im Innenverhältnis auch geklärt werden, wie Pflege erfolgen soll und was diese kosten darf. Hier wird konkret, was eine an den Vorstellungen des Kunden, finanziell und rechtlich abgestimmte Vorsorge (WohlSorge) ist.

Praxishinweis:

In unserer Beratungssoftware F.I.N.E.S.S. werden wir mit dem nächsten Release die sich zum 01.01.2017 ergebenden Änderungen bereits berücksichtigt haben. Somit können Sie Ihre Kunden topaktuell beraten.

Weitere Informationen zum Pflegestärkungsgesetz erhalten Sie auf der Seite des Bundesgesundheitsministeriums