Entscheidungen im Kontext betrachten

Entscheidungen im Kontext ihrer Entstehung zu betrachten ist in der WohlSorge-Beratung unverzichtbar.

Wer kennt das nicht:

Ein neuer Mandant kommt und Sie können ihn für eine umfassende Beratung begeistern und gewinnen. Sie machen sich ein transparentes Bild der Motivlage (Ziele und Wünsche), das Vermögen ist Ihnen vollständig bekannt und auch die Liquiditätssituation ist offen gelegt.

Es gibt bereits Regelungen rechtlicher, steuerlicher und finanziell-wirtschaftlicher Natur, die für die weitere Planung eine Bedeutung haben und berücksichtigt werden müssen.  Eine Regelung davon ist aus aktueller Sicht der Dinge offenkundig nachteilig für den Mandanten und nicht nachvollziehbar. Der Mandant ist vielleicht nicht gut auf den damaligen Berater zu sprechen, der diese Regelung in Gang gesetzt hat. Der Kontext der seinerzeit getroffenen Entscheidung ist nicht bekannt.

In der Welt ist es sehr selten mit dem Entweder-Oder getan.

(Johann Wolfgang von Goethe)

Methoden- und Kommunkationskompetenz sind in der WohlSorge-Beratung bedeutende Erfolgsfaktoren. Es gilt dabei, bestehende Regelungen, Vermögens- und Liquiditätsstrukturen zu hinterfragen und nicht gemeinsam mit dem Mandanten gegen vorherige Berater zu wettern.

Die Entscheidungsbasis ist eventuell noch nicht vollständig gegeben, weil Ihnen nur Teilaspekte des Ganzen bekannt sind und wichtige Ergänzungen  wie z.B. Protokoll-Anlagen fehlen. Wenn Sie nicht die vollständigen Informationen zu einer getroffenen Entscheidung kennen, können Sie auch nicht beurteilen, warum dieser Weg beschritten wurde. Gründe der Entscheidung können z.B. im Umfeld des Mandanten, der damaligen Vermögensstruktur, steuerlich/rechtlichen Aspekten und der damaligen Lebenssituation liegen.

Jeder von uns kennt solche Beispiele aus Presse, Rundfunk und Versammlungen. Ein aus dem Kontext gerissener Aspekt wird gezeigt, der Entscheidungsweg dahinter bleibt verborgen. Das Ergebnis ist ein Zerrbild der Wirklichkeit.

Kompetente Berater in der WohlSorge, Estate Planning, Generationenberatung müssen viele Fragen stellen, um den Mandanten zu verstehen. Der Zeitaufwand lohnt sich immer, denn wer zu Beginn viel Zeit investiert, spart am Ende Zeit, wenn der Gesamt-Kontext  transparent ist. Die Dokumentation des Bildes, das sich daraus ergibt, sollte Teil des Beratungsprozesses sein. Sonst sind unter Umständen Sie in einigen Jahren der BeraterIn, der die „falsche“ Entscheidung in die Wege geleitet hat.

 

WohlSorge-Beratung ist wirtschaftlich erfolgreich mit fachlicher, methodischer Vorgehensweise und der konkreten Quantifizierung der Kundensituation durch Einsatz der Beratungssoftware F.I.N.E.S.S.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg mit den richtigen Fragen!

Besuchen Sie unsere Estate Planner Tage in der Region 2017, bleiben Sie fachlich fit und machen Sie Ihr Estate Planning/Generationenmanagement zum Ertragsbringer.

Informationen zu Programm und Inhalten:

 

Vollmacht und Verantwortung – „In einem anderen Leben“

Vollmacht und Verantwortung:

Die Übernahme einer Vollmacht und Verantwortung für die WohlSorge eines anderen Menschen beinhaltet vielfältige Aspekte.

Es ist ein großer Vertrauensbeweis, der für „blindes Vertrauen“ spricht, wenn man als Vertretungsberechtigter eingesetzt wird.

Eine Vertretung ausüben bedeutet, dass ich mich in einem anderen Leben bewege – diese Leben maßgeblich steuere und darüber entscheide.

Von der Vollmachtserteilung zur Umsetzung:

Die Ausübung einer Vollmacht kann als schleichender Prozess beginnen, wenn der Vollmachtgeber allmählich nicht mehr in der Lage ist, Dinge eigenständig zu regeln. Es kann ein Thema sein, dass ad hoc eintritt und somit unmittelbar bewältigt werden muss. Dies ist ganz ähnlich wie bei einer Testamentsvollstreckung, wo die Tätigkeit auch nicht in ruhigere Zeiten verlegt werden kann, sondern sofort beginnen muss.

Was ist „in einem anderen Leben“ zu tun?

Sich in einem anderen Leben bewegen bedeutet unter anderem im finanziell-wirtschaftlichen Bereich Entscheidungen herbeizuführen und umzusetzen wie z.B.:

  • Pflegevereinbarungen abschließen, die Pflegekosten über Standard hinaus verantworten  und die übersteigenden Kosten aus der laufenden Liquidität oder dem Vermögen zu entnehmen
  • in medizinische Behandlungen einwilligen und die ggf. übersteigenden Kosten aus Liquidität/Vermögen entnehmen
  • Vermögen anlegen und über Rendite und Chancen entscheiden
  • Immobilien verwalten und über die Vermietung, laufende Kosten, Investitionen, Ersparnismöglichkeiten z.B. im Energiesektor entscheiden und diese überwachen
  • ein vorhandenes Unternehmen selbst weiterleiten, abwickeln oder kompetente Personen in die Leitung einbinden
  • Steuerliche Erklärungen abgeben und verantworten
  • Bei Vermögensverzehr über die Rangfolge der Veräußerung von Vermögensgegenständen entscheiden und dies verantworten
  • wichtige Menschen/Unterhaltsberechtigte angemessen versorgen
  • …..

Viele dieser Entscheidungen sind unter Eheleuten in einer funktionierenden Beziehung alltäglich und jeder erfüllt den Part, den er kennt und beherrscht. Dies kann herausfordernd werden, wenn ich mich als Ehepartner auf neuem und fremden Terrain bewegen muss.

Für Dritte wie z.B. Kinder oder vertraute Menschen sind diese Themen in einem anderen Leben oft komplettes Neuland, der Betroffene kann aus gesundheitlichen Gründen nicht befragt werden. Der Zeitaufwand für einen personen- und sachgerechten Umgang im anderen Leben, erfordert viele Entscheidungen in den Bereichen Aufenthalt, Gesundheit und Vermögen. Ein hohes Anforderungsprofil an denjenigen, der die Zukunft eines anderen Menschen aktiv gestalten soll.

Dieser Verantwortung für ein anderes Leben kann ein Vertreter nur gerecht werden, wenn ihm die Leitplanken seines Handelns und die wirtschaftliche-finanzielle Basis seines Tuns im Vorfeld umfassend bekannt sind.

Im anderen Falle kann nur gemutmaßt werden, was sich dieser Mensch in seiner Situation gewünscht hätte….

Dieser Weg kann weder für den Vertretenen noch für die Vertreter wünschenswert sein.

WohlSorge-Beratung bedeutet Verantwortung für Notsituationen aktiv und individuell gestalten!

Vertretungsregelungen und die dazugehörigen Vereinbarungen sind individuell und basieren auf einer wirtschaftlich-finanziellen Struktur!

Vollmacht und Rivalität der Erben

 

Die Auswahl der Person…

In der Praxis der WohlSorge-Beratung zeigt sich immer wieder, dass das Thema Vollmacht (Vertetungsregelung) und die mögliche Rivalität innerhalb der Familie in den Fokus genommen werden müssen.

Die Auswahl der „richtigen“ Person für die Vertretung in Notsituationen und bei Handlungsunfähigkeit ist schwer, weil die Vorstellung dieser Situation belastend und unangenehm ist. Jeder Mensch möchte gerne das Heft in der Hand halten und selbstbestimmt sein – Die Vorstellung der Fremdbestimmung ist unangenehm.

In meinem Sinne handeln…

Wem also kann ich als Mensch so vertrauen, dass er/sie die Dinge in meinem Sinne regelt in den wichtigen Bereichen meiner Gesundheit, meines Aufenthaltes und meines Vermögens?

Wer hat hinreichende Kompetenzen und kennt meine persönlichen Leitlinien des Handelns, meine Wertvorstellungen vom Leben in solch einer Situation?

So beantwortet sich von alleine, dass ein reiner Fragebogen zum Ankreuzen der Individualität eines Menschen und seines Vermögens nicht annähernd gerecht wird – gleiches gilt für die zwischenzeitlich im Internet verfügbaren „Vollmachtsgeneratoren“ verschiedener Anbieter. Es braucht Beratung, dies werden wir auf dem Blog zu gegebener Zeit noch näher für Sie beleuchten.

In Familiensituationen mit mehreren Kindern und/oder Patchworkfamilien kommt eine weitere Komponente hinzu.

Vollmacht und Rivalität der Erben:

Zunächst ist für einen Vertretungsberechtigen die Übernahme dieser Aufgabe zu fitten Zeiten des Vollmachtgebers nur eine kleine Aufgabe und ein großer Vertrauensbeweis. Für die nicht Beteiligten Geschwister kann es somit schnell folgende Wahrnehmung bedeuten:

  • Eifersucht
  • Konkurrenz
  • Fehlendes Vertrauen der Eltern
  • Informationsdefizit
  • kein Umgang miteinander auf Augenhöhe
  • Angst vor Benachteiligung auf finanzieller Ebene
  • ….

WohlSorge-Beratung sollte diese emotionalen Aspekte bei der Auswahl der handelnden Personen mit in den Blick nehmen. Meine Erfahrung ist, dass Eltern diese Bedenken schnell selbst äußern und um Unterstützung bei dieser wichtigen Fragestellung bitten.

Dieser latente Konflikt beinhaltet viele Chancen und Ansätze für die WohlSorge-Beratung. So kommen Sie mit der richtigen Methodik zu einer Vielzahl von Ansatzpunkten und schaffen intensiven Kontakt zur Nachfolgeneration.

WohlSorge schafft Verbindungen!

Leben und Wohnen im Alter-die 4.Säule

Die Serie der Süddeutschen Zeitung „Unsere Zukunft,unsere Rente“ beschäftigt sich im  Artikel  vom 15.09.2016 mit der Thematik Zeitkonten. Brauchen wir das Fureai-Kippu-System (Pflegebeziehungs-Ticket aus Japan)? Es ist ein Zeitbankensystem für Pflegedienstleistungen. Wer in Japan Hilfe ohne Gegenleistung annimmt, verliert traditionell sein Gesicht. Mit diesem Zeitkonto können die Menschen die Leistungen von Versicherungen ergänzen.

Die Idee der Zeitbanken wurde hierzulande vielfach als die vierte Säule der Altersvorsorge propagiert. Es geht um das Leben und Wohnen im Alter.

Das Prinzip ist relativ einfach und funktioniert wie folgt:

Menschen unterstützen ehrenamtlich andere, die Hilfe brauchen in ihrem Alltag. Das können unterschiedlichste Dienstleistungen sein wie z.B. Einkäufe erledigen, Begleitung zum Arzt, Hilfe bei der Gartenarbeit,etc..

Die investierte Zeit wird auf einem Zeitkonto gutgeschrieben und kann später bei eigener Hilfsbedürftigkeit z.B. im Alter bei der jeweiligen Vereinigung abgerufen werden.

So sind mittlerweile viele Vereinigungen entstanden, die zum Teil oder ganz diesem Prinzip folgen in Form von Nachbarschaftshilfe oder Seniorengenossenschaften. Die Unterstützung führt dazu, dass gesellschaftliche Lücken geschlossen werden. Kinder leben nicht mehr in der Nähe der Eltern, gute Freunde altern und sind nicht zur Hilfe in der Lage. Bundesweit gibt es laut dem Artikel derzeit rund 220 Initiativen. In einigen Fällen kann die Leistung gegen Honorar beansprucht werden, wenn zuvor keine Guthaben angespart wurden auf dem Zeitkonto.

 

Leben und Wohnen im Alter

Wenn es um das Thema „Leben und Wohnen im Alter“ im Rahmen einer WohlSorge-Beratung geht, ist ein häufiger Wunsch:

„Ich möchte so lange wie möglich in den eigenen vier Wänden bleiben“ 

Dieser Wunsch beinhaltet finanziell-wirtschaftliche Aspekte, um die Versorgung in den einigen vier Wänden optimal zu gestalten, die wir bereits in einem früheren Artikel beleuchtet haben:

Häusliche Pflege und die Folgekosten

Dieser Wunsch beinhaltet emotionale Dimensionen, die den Menschen mit seinen persönlichen Motiven und Wünschen in den Blick nimmt.

Zeit, Unterstützung, menschlicher Kontakt und Nähe sind mit den benannten Initiativen oder professionellen Dienstleistern gut zu verwirklichen.

Bei unseren Beratungen greifen wir auf entsprechende Partner und Initiativen aus unserem Netzwerk zurück. Wir sichern damit in der Beratung die gute Versorgung für den Menschen im Mittelpunkt in allen Lebensphasen. Dies muss entsprechend in Vertretungsregelungen für die Phase der Fremdsorge eingebettet sein.

Der Verbleib in den eigenen vier Wänden wird im Pflegestärkungsgesetz intensiv gestützt, das zum 01.01.2017 Wirksamkeit erlangt. Dazu braucht es vielfältige Unterstützungsleistungen im eigenen Quartier – also dort, wo man leben möchte.

Ich verweise hierzu auf unsere Interview-Serie WohlSorge trifft! 

WohlSorge ist persönlich!

Erweitern Sie Ihr Netzwerk, um WohlSorge optimal für Kunden zu gestalten.

 

 

 

WohlSorge trifft! …Frank Kadereit (EVIM-ALTENHILFE)

WohlSorge trifft…

Frank Kadereit, Geschäftsführer Altenhilfe GmbH,

EVIM (Evangelischer Verein für Innere Mission in Nassau)

Das Interview wurde am 01. September 2016

von Angelika Thiedemann geführt.

Wir freuen uns, dass heute unsere Interview-Reihe für den WohlSorge-Blog startet. In den nächsten Monaten werden wir Ihnen Interview-Partner vorstellen, die uns unterschiedliche Blickwinkel auf unsere Beratung eröffnen.

Wie viele Menschen werden bei EVIM gepflegt und wie viele Pflegekräfte sind für diese Aufgabe verantwortlich?

EVIM-Altenhilfe beschäftigt knapp 1.000 Menschen als Pflegekräfte.

In der Altenhilfe werden 1.200 Menschen in stationärer Pflege betreut, 100 Menschen in ambulanter, palliativer Versorgung und weitere 250 Menschen im Bereich Service-Wohnen.

„Ich möchte meinen Angehörigen nicht zur Last fallen“ ist ein häufiger Wunsch unserer Mandanten in der WohlSorge-Beratung. Wie erleben Sie diese Aussage im Umfeld Ihrer Pflegeheime?

Der Wunsch „nicht zur Last“ fallen, muss differenziert betrachtet werden. Die Bewohner unserer Einrichtungen sind im Lebensalter von 75-80 Jahren oder älter. Sie möchten Ihre Kinder nicht finanziell belasten mit den Kosten der Pflege. In den Pflegestufen II und III entstehen schnell Kosten in Höhe von mehreren tausend Euro im Jahr als Eigenleistung.

Das Umfeld verändert sich und soziale Bezüge lassen nach. Es ist wichtig, dass soziale Kontakte aufrecht erhalten werden. Ein Anspruch, dass die Kinder oder Freunde sich häufiger melden könnten ist da und somit auch eine Erwartungshaltung. Ärzte, Therapeuten und Pfleger können nicht die gleiche soziale Tiefe wie die eigene Familie oder der Freundeskreis erreichen. Die neuen Kontakte sind nicht selbst gewählt und es ist eine Aufgabenstellung an die Einrichtung, freiwillige Kontakte zu ermöglichen.

Vor diese Aufgabe sehen sich auch Angehörige gestellt, die selber weit entfernt von den Eltern wohnen und hier auf professionelle Unterstützung angewiesen sind.

„Ich möchte so lange wie möglich in den eigenen vier Wänden bleiben“ wählen viele Mandanten im Beratungsumfeld. Was bedeutet das für die Realität heute in den Pflege-Einrichtungen?

Die Zukunft der Pflege liegt wohl eher nicht in den Pflegeheimen. Es gibt andere, alternative Modelle, die es Menschen ermöglichen so lange wie möglich im eigenen Umfeld zu bleiben.

Das ist eine Abwägung von Interessen, wenn sich Menschen mit dem Thema „Leben und Wohnen im Alter“ beschäftigen und entscheiden, wofür sie ihre  finanziellen Mittel (Liquidität und Vermögen) einsetzen.

Es wird in Zukunft sicher mehr Angebote dazu geben. Das ist ein wichtiger Punkt, der zu entscheiden ist, wenn die eigene Immobilie zu Gunsten z.B. einer barrierefreien Einheit veräußert wird.

Das Bielefelder Modell ist ein spannender Ansatz.

Näheres können Sie in diesem Presseartikel entnehmen.

Bielefelder Modell-Pressemeldung

„Ich kann mir vorstellen, meinen Lebensabend in einer anderen Wohnumgebung zu verbringen“ folgt der Erkenntnis, dass ab einem bestimmten Pflegezustand die häusliche Pflege nicht mehr der richtige Weg ist. Wie viele der Menschen, die zu einem späten Zeitpunkt in Ihre Pflege-Einrichtungen kommen, können diesen Weg noch selbstbestimmt wählen?

Die Menschen heute in unseren Einrichtungen sind bei Einzug stärker pflegebedürftig als vor 15 Jahren. Sie sind in ihrer Alltagskompetenz viel eingeschränkter. Hinzu kommt das Gefühl der Ohnmacht…“Ich weißt nicht mehr und kann nichts mehr entscheiden“

Der Eigenanteil für die Pflegekosten steigt mit höherer Pflegebedürftigkeit. Einher damit geht häufig auch ein „Ringen um das Erbe“, das geht oft so weit, dass die Nachkommen die Einstufung in eine höhere Pflegestufe vermeiden wollen, um den Eigenanteil in Grenzen zu halten.

Die Mortalitätsquote in der Pflegestufe III ist hoch und die Verweildauer bis zum Tode in unseren Einrichtungen liegt deutlich unter einem Jahr, oftmals nur 6 Monate. Gleichzeitig steigt die Anzahl der Menschen, die genau unter diesen Rahmenbedingungen erst sehr spät in ein Pflegeheim kommen.

Private Pflegeversicherungen, die auf diese Pflegestufe fokussieren und andere Stufen außer Acht lassen, machen aus meiner Sicht der Dinge keinen Sinn.

Die Planung dieser Lebensphasen erfordert eine intensive Auseinandersetzung mit den eigenen Zielen unter Einbeziehung der finanziellen Möglichkeiten.

 Wie sehen Sie die Situation der Pflege in Deutschland mit Blick auf die neue Einstufung nach Pflegegraden ab dem Jahr 2017?

Aktuell wird sich nichts ändern. Der Bestandsschutz sorgt dafür, dass Pflegebedürftige ohne finanzielle Nachteile in die Pflegegrade überführt werden.

Für die Pflegegrade 4 und 5 wird unter finanziellen Aspekten die Pflege in einer Einrichtung günstiger.

Die Grundausrichtung der neuen Regelung ist, dass für die Pflegegrade 1 und 2 das Leben in einem Pflegeheim in Zukunft deutlich teurer wird – d.h. es sind mehr Eigenleistungen erforderlich. Das erschwert den Einzug ins Heim und wird zur ambulanten Ausdehnung führen. Die Gestaltung für die häusliche Pflege ist zukünftig  so, dass häufiger Hilfestellungen abgerufen werden können.

Es sind jedoch nicht alle Kosten des Alltags über die reine Pflege abgedeckt, es kommen weitere Kosten z.B. für Wohnungsreinigung, Essenlieferung etc. hinzu.

Die ambulante Pflege ist in dem Dilemma, dass 25 % der Arbeitsstunde einer Pflegekraft derzeit reine Fahrtzeiten sind und natürlich viel zu wenig Kräfte vorhanden sind.

Dieses Problem ist nicht gelöst.

Wir beraten Menschen der Generation 55 plus. Ein Blick in die Zukunft – wie gestaltet sich die Pflege für unsere Zielgruppe in Deutschland aus Ihrer Sicht der Dinge in 20 Jahren?

Es geht um die gute Versorgung von Menschen in der Zukunft, wenn sie pflegebedürftig werden. Das ist eine Frage der Wohnumgebung. Das Leben in jungen Stadtteilen macht Spaß, die Versorgung wird in Stadtteilen mit mehr älteren Menschen besser sein.

Das angesprochene Bielefelder Modell funktioniert nur in Stadtteilen,in denen auch ein potentieller Hilfebedarf gegeben ist. Der Anteil der Älteren muss so sein, dass das Hilfesystem wirtschaftlich sinnvoll erbracht werden kann. Die Fußläufigkeit für die Pflegekräfte muss gegeben sein.

Leben und Wohnen im Alter wird eine starke Rolle spielen.

Es wird mehr Angebote geben in der persönlichen Umgebung der Menschen. Und damit verbunden steht die Entscheidung, wofür setze ich meine Mittel (Vermögen, Liquidität) ein. Barrierefreiheit und gutes Leben/Wohnen werden wichtige Planungsparameter.

Dazu gehören z.B. auch intelligente Schlafsysteme in Form von zwei Schlafzimmern, wenn einer der Ehepartner Hilfebedarf hat und der andere in der Nacht Kraft schöpfen muss. Die professionelle Hilfe muss per Knopfdruck funktionieren.

In der Summe wird es deutlich mehr Wohnungsangebote für ältere Menschen geben, die bedarfsgerecht ausgerichtet sind.

Diese Versorgungssicherheit kostet Geld und Menschen sollten selbstbestimmt leben können solange sie keine Selbst- und Fremdgefährdung auslösen.

 

Welche drei Dinge wünschen Sie sich für die Zukunft der Pflege in Deutschland?
  1. Eine angemessene Bezahlung der Menschen , die in der Pflege tätig sind. Viele Pflegekräfte, die in Teilzeit tätig sind, werden im Alter grundsicherungsbedürftig sein. Dies birgt ein hohes Armutsrisiko. Wer in dieser wichtigen Aufgabe tätig ist, sollte auch eine ordentliche Rente erwirtschaften können. Der Beruf muss an Attraktivität gewinnen. Alle Entwicklungen in Richtung Telemedizin, Telekontakt können optimiert werden, aber sie können die Tätigkeit von Menschen nicht ersetzen.
  2. Die Ausweitung von zentrumsnahen barrierefreien Wohneinheiten. Der Mensch ist ein soziales Wesen und will mitten im Leben/Geschehen sein. Sinnvoll wäre die Kooperation von Pflege-Dienstleistern und Wohnbau-Anbietern, um optimierte Quartiere zu schaffen in attraktiven Wohnlagen
  3. Dass die Mitarbeiter/innen der Pflege endlich die Anerkennung für die Arbeit bekommen, die sie verdienen. Das sollte sich u.a. darin ausdrücken, dass der gesetzliche Mindestlohn in der Pflege nicht mehr unter dem einer Tätigkeit einer Reinigungskraft liegt.
Unsere Beratung heißt WohlSorge. Wie klingt das für Sie?

Es klingt sehr warm…nach Menschlichkeit und es macht neugierig. Mir gefällt, dass es soziale Wärme ausstrahlt.

 

Vielen DANK an Frank Kadereit vom WohlSorge-Team!

 

Näheres zu unserer Interview-Reihe finden Sie unter:

WohlSorge trifft! Die Interview-Reihe

WohlSorge trifft! Die Interview-Reihe

WohlSorge trifft! Die Interview-Reihe

Fragen und Antworten zur WohlSorge

In dieser Woche startet „WohlSorge trifft! Die Interview-Reihe“ auf unserem WohlSorge-Blog. Wir möchten viele interessante Gesprächspartner rund um das Thema WohlSorge vorstellen.

Jedes Interview beginnt damit, dass wir uns ausführlich die Zeit nehmen unserem Gesprächspartner die Inhalte und Ziele der WohlSorge-Beratung zu erläutern. Das schafft die Basis für das gegenseitige Verständnis des Tuns und fördert die Vernetzung und Entwicklung von Schnittstellen zu den Gesprächspartnern.

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WohlSorge trifft! Die Interview-Reihe

Sie treffen auf Interview-Partner wie:

  • Berufsträger (Rechtsanwälte, Steuerberater, Notare)
  • Nachfolge-Coaches
  • Mediatoren
  • Kümmerer
  • Experten für Pflege
  • Experten für das Leben und Wohnen im Alter
  • Unternehmen

Mit dieser Reihe möchten wir aufzeigen, wie wichtig die klare Positionierung, Auftragsklärung und ein gut funktionierendes Netzwerk in der WohlSorge-Beratung sind.

Wir schaffen Transparenz über die vielfältigen Beratungsansätze, die sich aus Gesprächen und dem Know-How anderer Experten ergeben.

Wir fangen Kundenstimmen ein, um zu zeigen, dass es an der Zeit für eine neue und andere Beratung ist, die den Menschen und nicht Produkte in den Mittelpunkt stellt.

Wir sprechen mit Unternehmen, die bereits erfolgreich unser Konzept der WohlSorge-Beratung zum Einsatz bringen.

Die Interviews geben uns die Gelegenheit, anderen Berufsgruppen das Thema WohlSorge näher zu bringen und die Abgrenzung zu anderen Beratungsansätzen zu verdeutlichen.

Was haben ein Interview und die WohlSorge-Beratung gemeinsam?

  • gut zuhören
  • die richtigen Fragen stellen
  • neue, wichtige, interessante Dinge erfassen
  • im Vorfeld vorhandene Informationen sammeln
  • einen individuellen Fragenkatalog erstellen
  • mögliche Hindernisse meistern
  • Ergebnisse mit dem Interview-Partner rückkoppeln und abstimmen
  • Ergebnisse dokumentieren

Die Sichtweise und Vorgehensweise der Interviewpartner eröffnet neue Möglichkeiten und Chancen im Beratungsalltag.

Wir verbinden unsere Vorgehensweise in der Beratung unmittelbar mit den Fragen an unsere Interview-Partner und zeigen damit Verbindungen auf. Wir sorgen für die Verbreitung des WohlSorge-Gedankens bei unseren Gesprächspartnern.

Wir laden Sie ein, Ihre Gedanken, Ergänzungen, Interview-Ideen aktiv in unseren Blog einzubringen.

Freuen Sie sich auf das erste WohlSorge trifft-Interview, das wir heute veröffentlichen werden.

 

WohlSorge trifft! …Frank Kadereit (EVIM-ALTENHILFE)

 

Netzwerke in der WohlSorge-Beratung

Netzwerke in der WohlSorge-Beratung

Erfolgreiche WohlSorge-Beratung ist ohne ein gut funktionierendes Netzwerk undenkbar. Wobei man in Bezug auf das Thema Netzwerk differenzieren muss zwischen dem internen Netzwerk der Organisation bzw. des Finanzdienstleisters und dem externen Netzwerk.

Dieser Beitrag widmet sich der Betrachtung des externen Netzwerks. Unter dem externen Netzwerk versteht man alle Partner, die man zur Umsetzung der WohlSorge-Beratung braucht und die sich idealerweise in einem internen „Branchenbuch“ für den Berater finden.

Es sind Partner aus finanzdienstleistungsfremden Branchen wie z.B. die Berufsträger (Rechtsanwälte, Steuerberater, Notare) oder dienstleistungsergänzende Anbieter wie z.B. Stiftungsberater, spezialisierte Coaches für die Nachfolgeplanung, Anbieter von Pflegedienstleistungen,….

Die Liste ist lang und je stärker die WohlSorge im Sinne des Kunden gelebt wird, desto umfangreicher wird das notwendige Netzwerk.

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Netzwerke, Dynamik und Regeln

Konzentrieren wir uns heute auf die Berufsträger und die Definition der Schnittstellen zu deren Portfolio.

WohlSorge bedeutet, dass in der Therapie-Phase des Prozesses gemeinsam mit dem Kunden die Umsetzung in finanziell/wirtschaftliche und rechtliche Instrumente erfolgt.

Der Vorteil der Zusammenarbeit im Netzwerk für Kunden und Berater ergibt sich aus folgenden Fakten:

  • Fallbetrachtung aus unterschiedlichen Blickwinkeln
  • aufeinander abgestimmt Vorgehenweise
  • breitere Informationsbasis
  • Ergänzung des jeweiligen Leistungsspektrums
  • optimale Kunden- und Werte-Orientierung

Diese Vorteile funktionieren in der Praxis nur, wenn im Vorfeld der Beratung die Netzwerkpartner über Tätigkeit und Ziele der WohlSorge informiert werden. Wenn klar ist, dass die Umsetzung der Ziele in Instrumente ein Gesamtpaket ist. Ist dies nicht der Fall, entsteht in der Praxis häufig eine schädliche Dynamik und die Umsetzung der finanziell/wirtschaftlichen Instrumente bleibt außen vor. Der Berater ist dann nur der Lieferant an die Berufsträger zur Umsetzung von rechtlichen Instrumenten.

Die Methodeninstrumente WohlSorge des GeNe Instituts unterstützen bei der Zusammenarbeit im Netzwerk und liefern die Basis für eine abgestimmte Vorsorge.

Erforderlich ist neben der Auftragsklärung mit dem Kunden, die Klärung mit dem Netzwerkpartner und dafür braucht es Regeln der Zusammenarbeit.

Nur dann ist WohlSorge für alle Beteiligten ein transparenter und zielführender Prozess und der Kunde ist de facto wohl versorgt.

 

 

Braucht Ihr Estate Planning/Generationenberatung Input?

 

Das Blitzlicht zum Wochenbeginn:

Estate Planning/Generationen-Beratung soll Kundenbindung schaffen, Vertrauen für die Zukunft festschreiben und neue Ertragspotentiale heben.

Die Praxis zeigt, dass viele Finanzdienstleister nach einer anfänglichen Euphorie enttäuscht über die tatsächlichen Ergebnisse dieses Geschäftsfeldes sind.

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Braucht Ihr Estate Planning/Generationenberatung Input?

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Alarmzeichen 1 – Zeitaufwand:

Die Zeit, die Berater benötigen, um ein Beratungsmandat zu beenden liegt bei weit über 15 Stunden. Es wird viel Zeit gebraucht, um den jeweiligen Fall mit oder ohne Software zu bearbeiten.

Rückfragen beim Kunden, fachliche Unsicherheiten und mangelnde Klarheit des Auftrags verlängern die Bearbeitung.

 

Alarmzeichen 2 Inhalte unklar:

Der Beratungsumfang und -auftrag wird zu Beginn des Mandates nicht klar umrissen. Es kommt immer wieder zu Diskussionen über die Inhalte und falsche Erwartungshaltungen der Kunden in Bezug auf das Beratungsergebnis. Die Beratung ist nicht durch eine entsprechende Vermögensschadenhaftpflicht untermauert, die wiederum Transparenz der Tätigkeit erfordern würde. Ein Teufelskreislauf!

 

Alarmzeichen 3  – Zielgruppe unklar:

Es geht um die Fragestellung, wie kommen die richtigen Kunden zum Spezialisten Estate Planner/Generationenberater. Häufig werden die vermeintlich „schwierigen“Kunden oder Kunden, die nicht der anvisierten Zielgruppe entsprechen, weitergeleitet. Ist die Zielgruppe nicht klar definiert, helfen auch keine Ziele, die auf eine rein zahlenmäßige Weiterleitung von Kunden fokussieren. Dann ist zwar der Berater mit Kunden versorgt, kann aber nicht effizient seiner Tätigkeit nachgehen.

 

Alarmzeichen 4 – fehlende Dokumentation:

Gespräche im Geschäftsfeld Estate Planning/Generationberatung sorgen dafür, dass viele Informationen und wichtige Details zu Kunden und deren Planungen transparent werden. Es ist kritisch, wenn solche Inhalte nicht dokumentiert werden. Von einem Arzt erwartet man dies in großer Selbstverständlichkeit bei jedem Besuch und wie ist es bei einer Finanzbegleitung fürs Leben…

 

Alarmzeichen 5 – Keine sichtbaren Erträge 

Wenn sich das Ergebnis einer Beratung darin zeigt, dass der Kunde im Anschluss zum Rechtsanwalt/Notar geht und dann dort die Umsetzung der Vorsorge in rein rechtlichen Instrumenten erfolgt, geht der Berater leer aus. Die Beratung bleibt auf einer Tippgeber-Funktion hängen. Kann das ein Geschäftsfeld für die Finanzdienstleistungsbranche sein? Wie hilft das den Kunden?

 

Blitzlicht-Fazit:

Estate Planning/Generationenberatung kann viel mehr und sollte es auch zeigen. Freuen Sie sich auf diese Woche und unsere neuen Wege in der WohlSorge-Beratung – Vorsorge & Menschen im Mittelpunkt.

Wir freuen uns auf Sie!

 

 

 

 

 

 

 

Zielgruppe 55 plus und wofür steht das „plus“?

Wie alles begann?

Im Vorfeld dieses Artikels haben wir eine interne Diskussion geführt, ob ich überhaupt schon in der Lage bin, diesen Beitrag zu verfassen. Ich gehöre gerade mal zur Zielgruppe 50 plus und jetzt soll ich mich zur nächsten Zielgruppe schon äußern?

Mein Argument, dass ich Angst habe vor dem, was auf mich zukommt in wenigen Jahren verbunden mit der Chance, vielleicht Dinge zu ändern, hat überzeugt. Stand heute möchte ich später nicht als Zielgruppe 55 plus behandelt werden…

Zielgruppe 55 plus

Zur Veranschaulichung ein paar anonymisierte Beispiele aus der Branche:

55plus_ARtikel

Als aktiver Mensch in der Zielgruppe werden mir viele Dinge auf den Leib geschrieben, die in den nächsten Jahren für mich sehr wichtig sein werden:

  • Erben und vererben
  • Bargeld-Lieferservice
  • Ruhestand vorbereiten
  • Verreisen
  • Enkelkinder versorgen
  • gut versichert sein
  • Geldvermögen ausbauen

Und meine Immobilie wird mir auch Probleme bereiten…..

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Es gibt also viele Dinge zu tun, wenn ich entspannt in die nächste Lebensphase eintreten möchte.

Und wofür steht das plus…..?

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Es macht mir Sorgen, dass ich offenkundig in die gleiche Zielgruppe wie meine Eltern und Schwiegereltern gehöre, die jeweils deutlich das 70. bzw. 80. Lebensjahr überschritten haben. Mir kommen Zweifel, ob meine Interessen nicht vielleicht doch etwas anders gelagert sein könnten?

Noch ärger ist es bei meiner Freundin, die mit 56 Jahren schon zur Zielgruppe gehört. Ihre Mutter ist 78 Jahre alt und ihre Oma hat in diesem Jahr den 100. Geburtstag gefeiert. Auch sie hat berechtigte Ängste, ob die Belange aller Beteiligten hinreichend in den vorhandenen 55plus Konzepten Berücksichtigung finden.

Vielleicht könnte man vereinfachend die Zielgruppe 18plus einführen, dann sind alle in der Familie berücksichtigt und niemand kann bei der Beratung vergessen werden.

Positionierung im Estate Planning:

Sehen Sie mir den leicht ironischen Einstieg in das Thema nach. Es ist uns wichtig, dass die Motive und Zielsetzungen von Menschen über 55 in den Blick genommen werden.

Alle genannten Angebote und wirtschaftlichen Lösungen machen Sinn, wenn Sie dem konkreten Bedarf von Menschen entsprechen.

Menschen mit einem Lebensalter von um die 55 sind gerade deshalb für Estate Planning von Interesse, weil sie sich in einer Sandwich-Position befinden. Häufig sind Kinder vorhanden und sie müssen noch für einige Zeit die Versorgung und Ausbildung der Kinder gewährleisten. Oftmals leben die Eltern noch und auf dieser Ebene müssen sich die Menschen mit Einschränkungen bis zum Pflegebedarf auseinandersetzen. Die absolut ideale Zielgruppe für ein Estate Planning, das auch die ganze Familie mit in den Blick nimmt.

Für Menschen, die bereits ein höheres Lebensalter erreicht haben, ergeben sich ganz andere, wichtige Beratungsansätze. Der Fokus liegt dann auf unterstützenden und begleitenden Konzepten, die von der Finanzdienstleistungsbranche in idealer Weise erbracht werden können.

Es lohnt sich Zeit und Gedanken auf eine differenzierte Zielgruppenstrategie zu verwenden und so wird sich die Zielgruppe 55 plus in mindestens drei Zielgruppen mit unterschiedlichen Motiven und Chancen für den Beratungsansatz aufteilen lassen.

Wir beschäftigen uns seit vielen Jahren mit Zielgruppenkonzepten und deren Auswirkungen auf den Angebots-Mix im Estate Planning.

Sprechen Sie mit uns.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Stifter allein zu Haus – Gedanken zur Stifter-Versorgung

 

Stiftungsberatung bei Banken :

Viele Banken haben das Thema Stiftungsberatung als Geschäftsfeld implementiert.

Die Erwartungshaltung bzw. der Mehrwert für die jeweiligen Institute liegt in folgenden Aspekten:

  • Zielgruppe sind die vermögenden Privatkunden, die erfahrungsgemäß das Thema Vermögensübergang in Betracht ziehen
  • Die Stiftung als Erbin soll den Kapitalabfluss vom jeweiligen Institut im Erbfall verhindern und somit Vertrauen/Bindung für die Zukunft festschreiben
  • Die Akquise bereits bestehender Stiftungen ermöglicht Neugeschäft
  • Die Orientierung am Gemeinwohl und die Nachhaltigkeit einer Stiftung strahlen positiv auf das Image der Bank ab

Für einen Anbieter stellen sich die gleichen Fragestellungen in Bezug auf die Kontaktaufnahme zu designierten Stiftern wie in der Testamentsvollstreckung. Ich verweise hier auf den Artikel in unserem WohlSorge-Blog: (http://wohlsorge.de/nachlass-service-bei-banken)

Stifter allein zu Haus:

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Auffallend in den Angeboten am Markt ist, dass der Stifter als zentraler Punkt im Geschehen meist außen vor bleibt.

Ein anonymisiertes Praxisbeispiel:

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Das Angebot dreht und wendet sich um die Belange der Stiftung. Von der Konzeption bis zur Verwaltung und dem Vermögensmanagement ist alles inkludiert.

Gedanken zur Stifterversorgung:

Die Aufgabenstellung einer Stiftungsberaters ist in unserer Sichtweise untrennbar verbunden mit der eines Estate Planners.

Zu Beginn des Prozesses einer Stiftungsberatung muss eine umfassende Beleuchtung der Motivlage und der Zielsetzung der Kunden erfolgen. Dabei ist neben der Stiftungswilligkeit insbesondere der Aspekt der Stiftungsfähigkeit intensiv zu beleuchten.

Die Stiftungsfähigkeit lässt sich nicht nach einer einfachen Formel von viel Vermögen = stiftungsfähig beantworten. Es stellen sich vielfältige Fragen hinsichtlich des Stiftungsgeschäftes und somit des Beginns der Stiftung.

Bei einer Stiftung auf den Todesfall ist die Versorgung des Stifters zu Lebzeiten von ebenso großer Bedeutung wie bei einer zu Lebzeiten beginnenden Stiftung.

Immer geht es um Menschen und ihre Lebensphasen und immer geht es um Selbstbestimmung und Gewährleistung von Handlungsfähigkeit über Vertretungsregelungen.

Es ist bedauerlich, dass dabei neben der fehlenden WohlSorge für den Stifter zu Lebzeiten auch die Chance von erheblichen Geschäftspotentialen, die sich durch die Kombination von wirtschaftlichen und rechtlichen Instrumenten ergeben, nicht genutzt werden.

GeNe GmbH bietet seit vielen Jahren die Aufqualifizierung von Stiftungsberatern rund um das Feld der Lebensphasenliquidität als Fortbildung für Spezialisten in diesem Bereich an.

Vielleicht auch etwas für Sie?