Testamentsvollstreckung – ein Ertragsbringer?

Das Thema Testamentsvollstreckung als neuer Ertragsbringer ist derzeit im Fokus vieler Banken. Ein neues Geschäftsfeld ist in einer Welt ohne Zinsen, Rückgang in den Erträgen und einer Überalterung in der Kundenstruktur immer eine gute Idee. Sicher gibt es zudem die Kunden, die aus eigenen Stücken auf die Bank zukommen und genau nach dieser Lösung fragen.

Rechtfertigen Einzelfälle eine neue Strategie und ein neues Geschäftsfeld?

Die Beratung rund um eine Testamentsvollstreckung muss vor dem Todesfall des Kunden erfolgen und in eine entsprechende Regelung im Testament münden. Die Bank muss wissen, worauf sie sich bei der Testamentsvollstreckung einlässt. Nur so lassen sich Risiken, Ärger und Interessenskonflikte, die bei der Durchführung des Mandats eintreten können, im Vorfeld abschätzen.

Das bedeutet für den organisatorischen Rahmen die Erschaffung von:

  •  Regeln für die vorsorgende Beratung
  •  Regeln für die umsetzende Vollstreckung

Diese Regeln sollten sich in entsprechenden Arbeitsanweisungen und einem Prozess wiederfinden. Wenn die vorsorgende Beratung noch aus dem Erfahrungsschatz der Berater gut funktionieren kann – sollte die Umsetzung im Todesfall des Kunden nicht in Form eines                „Jugend-forscht-Projektes“ erfolgen.

Die Strukturen, Dokumentationsmaßnahmen, Kompetenzrahmen und der Umgang mit Interessenskollisionen sollten fixiert sein. Eine entsprechende Absicherung ist unverzichtbar.

Der Prozess muss effizient, ressourcenschonend, nachvollziehbar dokumentiert werden. Nur so kann im Anschluss beurteilt werden, ob die hinzugewonnenen Erträge in einem gesunden Verhältnis zum Aufwand stehen.

Von Beginn an sollten Entscheider im Blick behalten, dass die Erträge nicht planbar sind. Da niemand konkret wissen kann:

  • Wann der Kunde verstirbt
  • Ob die Bank noch als Testamentsvollstrecker benannt ist
  • Wie das Vermögen im Todesfall strukturiert ist
  • Wie die Familienkonstellation im Todesfall aussieht
  • Welche Entscheidungen Vertretungsberechtigte zuvor getroffen haben
  • Ob das Vermögen im Todesfall noch im Hause der Bank ist

Viele Unwägbarkeiten und zusätzlich müssen Spezialisten Know-How aufbauen, erhalten und hohe methodische/soziale Kompetenzen haben.

So viel Know-How und Arbeitsaufwand schon im Vorfeld für wenig planbare Erträge?

Lockt hier nicht nur die große Zahl – die Testamentsvollstreckervergütung.

Gibt es alternative Wege?

Kann man so viel Know-How nicht noch anders, effizient und für eine große Zielgruppe in der Bank nutzen? Brauchen Menschen, die keine Testamentsvollstreckung anordnen keine Unterstützung?

Nehmen Sie sich Zeit für die Entscheidung, setzen Sie sich mit Alternativen und/oder Kombinationen von neuen Geschäftsfeldern auseinander.

Es lohnt sich, wenn Sie für Ihre älteren Kunden maßgeschneiderte Angebote machen wollen.

Die Entscheidungsfindung:

In unseren Workshop „Nachlass-Service/Testamentsvollstreckung“ bieten wir Ihnen die Möglichkeit ein passgenaues Angebot für Ihre Kundenstruktur, in Ihrer Region und mit Ihrem Produktportfolio zu finden…..

Erweiterungsmodul Stiftungsgeschäft/Stifterversorgung

Wenn in Ihrem Haus die Geschäftsfelder Testamentsvollstreckung/Nachlass-Service und Stiftungsberatung vorhanden sind, kann der Workshop um diese Themen und das Feld der Stifterversorgung sinnvoll erweitert werden.

Wenn es Ihr Ziel ist:

  • Vermögen im Haus über den Tod hinaus zu binden
  • Immobilien aktiv in die Beratung einzubeziehen
  • Neue Generationen für Ihr Haus zu gewinnen

…dann lohnt es sich mit uns zu sprechen!

Herzliche Grüße

Angelika Thiedemann